Wer bei Sturmschäden zahlt

Wer deckt den Sturmschaden? Für Schäden an z.B. Häusern, Dächern oder Autos kommen mehrere Versicherungen in Frage. Wann zahlt welche Ver­sich­er­ung?

Schäden am und im Haus

Von einem Sturm spricht man erst ab einer Windgeschwindigkeit von 60 Kilo­meter pro Stunde. Grundsätzlich kommt für Sturmschäden am Eigenheim eine Sturmversicherung auf, die meist Bestandteil der Eigenheimversicherung ist. Wird in der Folge etwas in der Wohnung beschädigt, deckt das die Haus­halts­ver­sich­er­ung. Ein Beispiel: Wird das Dach durch den Sturm abgedeckt, kommt die Eigenheimversicherung auf. Kommt es aber dadurch zu Schäden am Wohn­ungs­in­halt oder Hausrat, etwa durch Regen, deckt das grundsätzlich die Haus­halts­ver­sich­er­ung.

Sturmschäden an Autos

Sturmschäden an Autos werden meist nur von der Kaskoversicherung – Ele­men­tar- oder Vollkasko – gedeckt. Die eigene Haftpflichtversicherung bietet hier keinen Schutz. Ob oder in welcher Höhe die Kaskoversicherung zahlt, steht in der Polizze und den Versicherungsbedingungen. Wurde etwa ein Selbst­be­halt vereinbart, kann er im Schadensfall vom Entschädigungsbetrag ab­ge­zog­en werden.

Wer nur haftpflichtversichert ist, muss Sturmschäden zumeist aus der eigenen Tasche zahlen. Denn Schäden durch umfallende Bäume gelten als „durch höh­ere Gewalt verursacht“, egal ob sie parkende, haltende oder fahrende Autos be­schädigen.

Morsche Bäume & baufällige Häuser

Zurückholen kann man sich Kosten nur, wenn Bäume schon vor dem Sturm morsch oder Häuser baufällig waren. Das Problem: Die Geschädigten müssen den Nachweis dafür erbringen, dass die Besitzer ihre Erhaltungspflichten ver­letzt haben. In diesem Fall ist eine Haftung des Hauseigentümers oder dessen Gebäudehaftpflichtversicherung – zumeist Teil der Eigenheimversicherung – denkbar.

Tipp

Schauen Sie in Ihrer Polizze und den Versicherungsbedingungen nach, welche Schäden konkret ersetzt werden. Voraussetzung für jeden Schadenersatz ist, dass die Versicherung unverzüglich in­for­miert wird.


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