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Alterspension

Wann Sie in Pension gehen können und wie Ihre Pension berechnet wird, hängt unter anderem davon ab, wann Sie geboren wurden. Es gibt unterschiedliche Rechtslagen, je nachdem ob Sie vor 1955 oder ab 1955 auf die Welt gekommen sind.

Regelung für Menschen, die bis 31.12.1954 geboren wurden

Frühestes Antrittsalter:

Das Regelpensionsalter beträgt für Männer 65 Jahre und für Frauen 60 Jahre.

Erforderliche Versicherungszeiten:

Sie können in Alterspension gehen, wenn Sie zu Pensionsstichtag mindestens folgende Versicherungszeiten erworben haben:

  • 180 Beitragsmonate (15 Jahre) der Pflichtversicherung oder freiwilligen Versicherung oder 

  • 300 Versicherungsmonate (25 Jahre, dazu zählen zum Beispiel auch Zeiten, in denen Sie Arbeitslosengeld  oder Notstandshilfe bekommen haben) oder

  • 180 Versicherungsmonate (15 Jahre) in den letzten 360 Kalendermonaten (30 Jahre) 

Pensionsberechnung:

Im Altrecht wird eine Vergleichsberechnung gemacht:

  • Zunächst wird eine Pension gemäß dem Recht, das seit 1.1.2004 gilt, gebildet.

  • Anschließend wird eine zweite Pension gemäß dem Recht, das bis 31.12.2013 gegolten hat, gebildet und mit der ersten verglichen.

  • Da die Rechtslage seit 2004 wegen der langen Durchrechnung (Ausdehnung auf 40 Jahre) viel ungünstiger als die Rechtslage 2003 ist, ist ein Verlustdeckel vorgesehen.

  • Der Verlustdeckel beträgt im Jahr 2017 8,25 % und wird bis 2024 auf 10 % steigen.

  • Das heißt, die Pension darf nach der Vergleichsberechnung nicht geringer ausfallen als 91,75 % der Pension, die nach der Rechtslage vom 31.12.2003 berechnet wurde. 
TIPP

Weiterarbeiten

Wenn Sie Ihre Pension antreten, müssen Sie Ihren Job nicht aufgeben. Sie können neben Ihrer Alterspension uneingeschränkt weiterarbeiten und müssen nicht mit Abschlägen rechnen. Im Gegenteil, Ihre Erwerbstätigkeit wird durch eine besondere Höherversicherung honoriert. Im Ergebnis bedeutet das eine entsprechend höhere Pension. 

TIPP

Beachten Sie aber, dass es zu einer Steuernachforderung des Finanzamtes kommen kann, wenn Ihr Jahreseinkommen (= Bruttopension minus Sozialversicherung) 11.000 € übersteigt.

Regelung für Menschen, die ab 1.1.1955 geboren wurden  

Frühestes Antrittsalter:

Das Regelpensionsalter beträgt für Männer 65 Jahre und für Frauen 60 Jahre. Ab dem Jahr 2024 wird das Frauenpensionsalter stufenweise angehoben und dem Männerpensionsalter angeglichen. Ab 2033 gilt ein einheitliches Regelpensionsalter von 65 Jahren.

Anhebung des Regelpensionsalters von Frauen bis 2033:

Geburtsdatum Pensionsalter Pensionsantritt
bis 1.12.1963 60,0 bis 1.12.2023
2.12.1963 bis 1.6.1964 60,5 1.6.2024 bis 1.12.2024
2.6.1964 bis 1.12.1964 61,0 1.7.2025 bis 1.12.2025
2.12.1964 bis 1.6.1965 61,5 1.6.2026 bis 1.12.2026
2.6.1965 bis 1.12.1965 62,0 1.7.2027 bis 1.12.2027
2.12.1965 bis 1.6.1966 62,5 1.6.2028 bis 1.12.2028
2.6.1966 bis 1.12.1966 63,0 1.7.2029 bis 1.12.2029
2.12.1966 bis 1.6.1967 63,5 1.6.2030 bis 1.12.2030
2.6.1967 bis 1.12.1967 64,0 1.7.2031 bis 1.12.2031
2.12.1967 bis 1.6.1968 64,5 1.6.2032 bis 1.12.2032
ab 2.6.1968 65,0 ab 1.7.2033

 

Erforderliche Versicherungszeiten:

Wenn Sie ab 1955 geborenen sind, können Sie in Alterspension gehen, wenn Sie am Stichtag mindestens 180 Versicherungsmonate (15 Jahre) erworben haben. Davon müssen Sie mindestens 84 Versicherungsmonate (7 Jahre) aufgrund einer Erwerbstätigkeit erworben haben.

Pensionsberechnung

Das Pensionskonto gilt für Personen, die ab dem 1.1.1955 geboren wurden und erstmals nach dem 31.12.2004 Versicherungszeiten erworben haben. Bei der Berechnung wird die Summe aller Beitragsgrundlagen gebildet und mit 1,78 % multipliziert. Die Summe bildet die erste Teilgutschrift. Diese wird jährlich aufgewertet und mit der Teilgutschrift aus dem folgenden Jahr zusammengezählt. Die Summe aller Teilgutschriften bildet die Gesamtgutschrift. Um die Bruttopension zu berechnen, wird die Gesamtgutschrift durch 14 geteilt. 

Personen, die ab dem 1.1.1955 geboren wurden und bis 31.12.2004 mindestens einen Versicherungsmonat nach dem Altrecht erworben haben, haben 2014 eine Kontoerstgutschrift erhalten. Für die Bildung der Kontoerstgutschrift wurden die bis zum Ende 2013 erworbenen Versicherungsmonate zusammengeführt und bis spätestens 31.12.2014 in das Pensionskonto übertragen. Dabei werden Altrecht und Neurecht berücksichtigt. Die Kontoerstgutschrift bildet die erste Teilgutschrift für die Berechnung der Pension. Alle weiteren Pensionsansprüchen, die Sie danach erwerben, werden nach den Regeln des Pensionskontos berechnet. 

Weiterarbeiten

Wenn Sie Ihre Pension bekommen, müssen Sie deswegen nicht aufhören zu arbeiten. Sie können neben Ihrer Pension uneingeschränkt weiterarbeiten und müssen nicht mit Abschlägen bei Ihrer Pensionshöhe rechnen. Für die neben der Alterspension ausgeübte Erwerbstätigkeit erhalten Sie eine besondere Höchstversicherung.

Wenn Sie Ihre Alterspension dagegen nicht beantragen, sondern "aufschieben", erhalten Sie für jedes Jahr weiterer Erwerbstätigkeit 4,2 % zur Ihrer Pension. Zusätzlich zu dieser Bonifikation bewirkt die weitere Einzahlung auf Ihr Pensionskonto eine Erhöhung Ihrer Beitragsgrundlage, was zusammen zu einer Pensionserhöhung von etwa 10 % führt.

TIPP

Beachten Sie aber, dass es zu einer Steuernachforderung des Finanzamtes kommen kann, wenn Ihr Jahreseinkommen (= Bruttopension minus Sozialversicherung) 11.000 € übersteigt.

So stellen Sie den Antrag auf Pension

Die Alterspension beantragen Sie mit dem dafür vorgesehenen Antragsformular bei Ihrem Pensionsversicherungsträger.

Versicherungszeiten

Für bis 1955 Geborene gelten gilt das alte Pensionssystem: Woraus entsteht der Pensionsanspruch? Was sind Beitragszeiten, was gilt als Ersatzzeit?

Mindestpension

Ist Ihre Pension sehr niedrig, wird sie mit der Ausgleichszulage aufgestockt. Ab 2017 bekommen Alleinstehende mit langer Versicherungsdauer mehr Geld.

Arbeiten in der Pension

Wenn Sie sich in der Pension etwas dazu verdienen wollen, müssen Sie je nach Art der Pension an bestimmte Zuverdienstgrenzen halten.

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