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Hinterbliebenenpension

Die Ansprüche der Hinterbliebenen leiten sich von den Ansprüchen ab, die der/die Verstorbene selbst gegenüber der Pensionsversicherung hätte. Das heißt: Die/Der Verstorbene muss je nach Lebensalter bestimmte Versicherungszeiten erworben haben.

Wichtig!

Keine Vorversicherungszeiten sind notwendig, wenn die Todesursache ein Arbeitsunfall, eine Berufskrankheit oder eine Wehrdienstbeschädigung war.

Kinder erhalten eine Halbwaisenpension, wenn ein Elternteil verstorben ist, eine Vollwaisenpension, wenn beide Elternteile verstorben sind.

Befristete und unbefristete Witwen- bzw. Witwerpension

Die Witwen- oder Witwerpension erhalten Sie unbefristet, wenn aus der Ehe ein Kind stammt oder die Ehe 10 Jahre gedauert hat. Auch wenn Sie älter sind als 35, können Sie die Pension unbefristet beziehen. Sonst ist die Pension auf 2,5 Jahre befristet.

Hat der verstorbene Ehepartner schon bei der Eheschließung eine Pension bezogen, gibt es die Pension unbefristet, wenn die Ehe bei einem Altersunterschied von bis zu 20 Jahren 3 Jahre gedauert hat. Zwischen 20 und 25 Jahren Unterschied muss die Ehe 5 Jahre gedauert haben, bei über 25 Jahren Unterschied 10 Jahre.

Höhe der Witwen- bzw. Witwerpension

Grundlage für die Berechnung de Witwen- bzw. Witwerpension ist die Pension, auf die der/die Versicherte bei seinem/ihrem Tod Anspruch hatte. Wenn er oder sie noch keine Pension bezogen hat, ist das die Invaliditäts- bzw. Berufsunfähigkeitspension.

Ausgehend von den Einkommen, die der/die Verstorbene und der/die Hinterbliebene in den letzten zwei Jahren vor dem Tod bezogen haben, wird ein Prozentsatz gebildet, der zwischen 0 und 60 liegen kann. Als Witwen-/Witwerpension gebührt der Prozentsatz von der Pension des/der Verstorbenen.

Wenn die Einkommen der PartnerInnen ungefähr gleich hoch waren, liegt der Prozentsatz ungefähr bie 40%. Ist das eigene Einkommen des/der Hinterbliebenen 2 1/3-mal so hoch wie das der/des Verstorbenen, beträgt der Prozentsatz 0.

Erreichen das eigene Einkommen des/der Hinterbliebenen und die Witwen-/Witwerpension im Jahr 2017 zusammen nicht den Betrag von 1.925,32 Euro, muss der Prozentsatz der Pension auf bis zu 60 erhöht werden.

Waisenpension

Kinder erhalten eine Halbwaisenpension, wenn ein Elternteil verstorben ist, eine Vollwaisenpension, wenn beide Elternteile verstorben sind. Anspruch auf Waisenpension haben eheliche und uneheliche Kinder, Adoptivkinder und Stiefkinder des/der Verstorbenen bis zum vollendeten 18. Lebensjahr.

Weitere Voraussetzung ist, dass der verstorbene Elternteil so viele Versicherungsjahre gehabt hat, wie bei Invaliditätspension nötig sind (je nach Alter verschieden). Sind nicht genügend Versicherungszeiten vorhanden, gibt es eine einmalige Zahlung statt der Pension.

Nach dem 18. Geburtstag kann die Waisenpension weiter gezahlt werden, wenn und solange eine Ausbildung gemacht wird, die die Arbeitskraft des/der Waise/n überwiegend in Anspruch nimmt.

Höhe der Waisenpension

Wichtig!

Die Höhe der Waisenpension ist abhängig vom Waisenstatus und beträgt 40 % der Witwen-/Witwerpension für einfach Verwaiste bzw. 60 % der Witwen-/Witwerpension für doppelt Verwaiste.

Wenn die Pension sehr niedrig ist, und Waisen sonst kein Einkommen haben, erhalten sie eine Ausgleichszulage. Halbwaisen bis 24 erhalten im Jahr 2017 von der Pensionsversicherung € 327,29, danach € 581,60. Vollwaisen erhalten im Jahr 2017 € 491,43 bis 24, danach € 889,84. Auf die Ausgleichszulage werden eigene Einkünfte und Unterhaltsansprüche an den überlebenden Elternteil angerechnet.

Liegt keine gesetzliche Krankenversicherung vor, ist die Waise mit dem Waisenpensionsbezug beitragsfrei krankenversichert. Wenn beide Eltern versichert waren, bekommt das doppelt verwaiste Kind zwei Waisenpensionen.

Die Pension (inklusive allfälliger Ausgleichszulagen) wird 14 Mal pro Jahr ausgezahlt.

Die Pension gibt es bis zur Vollendung des 18. Lebensjahres. Danach nur mehr, wenn das Kind einer Schul- oder Berufsausbildung nachgeht, die die Arbeitskraft überwiegend beansprucht. Achtung daher bei Nebenjobs, für die viel Zeit benötigt wird!

Wenn das Kind während der Zeit, in der es die Pension bezieht, komplett erwerbsunfähig wird, gibt es die Pension unbefristet.

Arbeiten in der Pension

Wenn Sie sich in der Pension etwas dazu verdienen wollen, müssen Sie je nach Art der Pension an bestimmte Zuverdienstgrenzen halten.

Dazuverdienen

Geringfügigkeit, Werkvertrag & Co: Worauf Sie bei Steuer und Sozialversicherung achten müssen, wenn Sie in mehr als einem Arbeitsverhältnis stehen.

Mindestpension

Ist Ihre Pension sehr niedrig, wird sie mit der Ausgleichszulage aufgestockt. Ab 2017 bekommen Alleinstehende mit langer Versicherungsdauer mehr Geld.

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