Mehr Pension mit der Höherversicherung

Mehr Geld in der Pension - wer möchte das nicht? Die so genannte "Höher­ver­sicher­ung" ist eine Möglichkeit, um die staatliche Pension aufzufetten. Sie zahlen da­bei nicht in eine Privatversicherung ein, sondern ins öffentliche Pensionssystem. 

Mit den eingezahlten Beiträgen erwerben Sie einen eigenen Pensionsbestandteil, den "be­sonder­en Steigerungsbetrag". Dieser Betrag errechnet sich nach ver­sicher­ungs­mathe­ma­tisch­en Grundsätzen.

Beiträge zur Höherversicherung

  • Wie viel Sie einzahlen wollen, liegt ganz bei Ihnen. Der jährliche Beitrag darf die doppelte Höchst­bei­trags­grund­lage jedoch nicht übersteigen - das sind im Jahr 2022 11.340 Euro.
  • Die Beiträge zur Höherversicherung müssen spätestens bis zum Ende des Jahres eingezahlt werden, für das sie gelten sollen.

Vorteile der Höherversicherung

  • Im Unterschied zu Leistungen aus der Privatversicherung wird der besondere Steiger­ungs­be­trag 14-mal pro Jahr ausgezahlt.

  • Leistungen aus der «Höherversicherung» sind zu 75 % steuerfrei. Die anderen 25 % wer­den wie die Pension versteuert.

  • Leistungen aus der Höherversicherung werden jährlich der Inflation angepasst.

  • Ein Teil der Leistungen der Höherversicherung geht im Todesfall auf Ihre Hinterbliebenen über.

Höherversicherung steuerlich absetzen 

Seit der ArbeitnehmerInnenveranlagung 2016 können Beiträge zur freiwilligen Höher­ver­sicher­ung nur noch dann als Sonderausgaben steuerlich abgesetzt wer­den, wenn bereits vor dem 1.1.2016 Höherversicherungsbeiträge geleistet wurden. In diesem Fall können die Beiträge bis einschließlich 2020 steuermindernd geltend ge­macht werden. Wurden Höherversicherungsbeiträge erstmalig ab 2016 bezahlt, dann können diese nicht mehr als Sonderausgaben berücksichtigt werden

Was bringt die Höherversicherung?

Hier ein paar Beispiele: 

  • Wer beispielsweise mit 40 Jahren 1.100 € einmalig einzahlt, erhält mit 65 rund 135 € mehr an jährlicher Pension. Die Einzahlung hat sich daher in wenigen Jahren gerechnet.

  • Wer mit 50 Jahren 1.100 € einzahlt, erhält rund 100 € pro Jahr mehr an Pension.

  • Wer mit 60 Jahren 1.100 € einzahlt, erhält immer noch rund 77 € mehr Pension pro Jahr dazu.

Selbstverständlich sind auch monatliche Einzahlungen möglich. 

Höherversicherung attraktiver als Privatvorsorge 

Die Höherversicherung ist im Vergleich zu einer privaten Vorsorge äußert attraktiv. Selbst bei Ver­sichert­en, die erst mit 60 einzahlen, amortisieren sich die Kosten in einer Über­schlags­rech­nung nach etwa 15 bis 16 Jahren Pensionsbezug, abhängig von den steuerlichen Abzügen. 

Je früher, desto besser

Je früher Versicherte etwas einzahlen, desto günstiger ist natürlich das Verhältnis: Zahlt man mit 50 ein, amortisiert sich der Betrag be­reits nach 11 bis 12 Jahren. Bei einer Einzahlung mit 40 Jahren nach etwa 9 Jahren. Das Ergebnis gilt für Männer und Frauen gleichermaßen.

Einzahlung
in Euro
Alter  bei 
Einzahlung
Alter zum
Pensions
antritt 
Ertrag
monatlich
in Euro
Ertrag
jährlich
in Euro
Amortisation
in x Jahren *)
11.340 30 65 127,80 1.789,23 6,7-7,3
11.340 40 65 98,43 1.378,04 8,7-9,5
11.340 50 65 75,52 1.057,34 11,3-12,4
11.340 60 65 56,59 792,21 15,1-16,5
11.340 65 65 47,74 668,38 17,9-19,6

*) abhängig von steuerlichen Abzügen

Höherversicherung vergleichbar mit Schulzeitennachkauf?

Ein Vergleich der Höherversicherung mit dem Nachkauf von Schul- bzw. Studienzeiten ist pau­schal nicht möglich. Wenn Ausbildungszeiten nachgekauft werden, kann sich das sehr unter­schiedlich auf die Kontoerstgutschrift auswirken.

Tipp

Lassen Sie sich von der Pensionsversicherungsanstalt eine Vergleichsberechnung machen, um herauszufinden, ob sich der Nachkauf von Ausbildungszeiten bei Ihnen auszahlt.

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