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Dienstleistungsscheck

Der Dienstleistungsscheck ist ein Zahlungsmittel und dient zur Entlohnung für befristete Arbeitsverhältnisse in privaten Haushalten. Die Entlohnung darf nicht über der monatlichen Geringfügigkeitsgrenze von 415,72 Euro (Stand 2016) zuzüglich Urlaubsersatzleistung und Sonderzahlungsanteil liegen. Weil Urlaubsersatzleistungen sowie anteilige Sonderzahlungen für diese Entgeltgrenze nicht zu berücksichtigen sind, dürfen Schecks für das Jahr 2016 bis zu einem Wert von € 569,48 pro Monat in Rechnung gestellt werden.

Was kann per Scheck bezahlt werden?

Mit dem Dienstleistungsscheck (DLS) können haushaltstypische Arbeiten in Privathaushalten entlohnt werden, wie:

  • Reinigungsarbeiten (Wohnung, Eigenheim, Wäsche, Geschirr)
  • Beaufsichtigung von Klein- oder Schulkindern
  • Verrichten von Einkäufe
  • einfache Gartenarbeiten                                                                                 
Wichtig!

Der Dienstleistungsscheck ist für kurze, befristete Arbeitsverhältnisse (für längstens 1 Monat) vorgesehen. Das Arbeitsverhältnis kann wiederholt mit denselben Personen abgeschlossen werden. Pro Beschäftigungstag ist ein Dienstleistungsscheck auszustellen

Was kann NICHT per Scheck bezahlt werden?

Tätigkeiten, die eine Ausbildung erfordern, etwa in der Alten- oder Krankenpflege, Arbeiten in sogenannter Mischverwendung, also sowohl im Haushalt als auch im Unternehmen der selben Person und „Dreiecksverhältnisse“: Die Arbeitskraft ist Beschäftigte eines Dritten, der mit dem Privathaushalt, in dem sie tätig ist, einen Vertrag schließt, wobei zwischen der Arbeitskraft und diesem Haushalt keine Rechtsbeziehung besteht. Als Dritte kommen etwa Reinigungsfirmen oder Vereine in Betracht, die FamilienhelferInnen beschäftigen.

Der Arbeitgeber muss eine natürliche Person sein. Es werden ausschließlich Tätigkeiten in Privathaushalten erfasst.

Wer darf mit dem DLS bezahlt werden?

Mit dem DLS dürfen entlohnt werden: Österreichische StaatsbürgerInnen und Staatsangehörige der übrigen EU-Staaten, Staatsangehörige von Liechtenstein, Island, Norwegen und der Schweiz sowie Personen mit einem Niederlassungsnachweis, einem Befreiungsschein oder einer Arbeitserlaubnis für ein bestimmtes Bundesland.

Was bringt der DLS?

Mit dem Dienstleistungsscheck ist die Arbeitskraft mit dem ersten Beschäftigungstag unfallversichert und hat auch bei geringfügigen Einkünften die Möglichkeit zu einer freiwilligen Kranken- und Pensionsversicherung.

Höhe und Wert des DLS

Die DLS sind in verschiedenen Stückelungen erhältlich. Kauft der Arbeitgeber einen DLS im Wert von 10 Euro so zahlt er 10,20 Euro. Die 20 Cent beinhalten Unfallversicherung und anteilige Verwaltungskosten. Zum Wert des Schecks werden dabei immer 2 % aufgeschlagen. Der Preis der Schecks zu 5 Euro beträgt daher z.B. 5,10 Euro.

Bei elektronisch erstellten DLS in Trafiken oder über die Website www.dienstleistungsscheck-online.at kann der Wert individuell bis max. 100 Euro pro Scheck gewählt werden.

Lohn ist zu vereinbaren

Der Wert des DLS ist nicht automatisch der für eine Arbeitsstunde zu zahlende Lohn. Der Lohn der Arbeitskraft ist frei zu vereinbaren. Als Untergrenze gilt jedoch ein Stundenlohn (inklusive anteiliger Urlaubsersatzleistung und Sonderzahlungen), der mindestens den vorgeschriebenen Mindeststundenlöhnen für Hausgehilfen im jeweiligen Bundesland entspricht. 

TIPP

Nähere Informationen erhalten Sie unter www.bmask.gv.at oder am Servicetelefon 0810 555 666.

Wo können DLS gekauft werden?

Der DLS ist in Trafiken und bei der Post erhältlich. Außerdem bei der Versicherungsanstalt für Eisenbahnen und Bergbau (VAEB), über das Kompetenzzentrum Dienstleistungsscheck (CC-DLS), und online unter: www.dienstleistungsscheck-online.at.

So verwenden Sie den DLS

Beim ersten Mal müssen Arbeitgeber und Arbeitnehmer ein Beiblatt ausfüllen, das gemeinsam mit den DLS bei der VAEB bzw. der Gebietskrankenkasse abzugeben (persönlich oder per Post) oder via DLS-Online auszufüllen und weiterzuleiten ist.

Am Dienstleistungsscheck werden vom Arbeitgeber Sozialversicherungsnummer und Name des Arbeitgebers und der Arbeitskraft sowie der Tag der Beschäftigung eingetragen. Die Schecks müssen unmittelbar nach Erledigung der vereinbarten Arbeiten übergeben werden. Sie sind nur gültig, wenn sie mit Namen und Sozialversicherungsnummern von ArbeitnehmerIn und ArbeitgeberIn vollständig ausgefüllt sind.

Spätestens bis Ende des Folgemonats müssen die Dienstleistungsschecks persönlich oder am Postweg oder via DLS-Online bei der Versicherungsanstalt für Eisenbahnen und Bergbau in 8010 Graz einreicht werden. Zusätzlich können sich auch bei den Gebietskrankenkassen abgegeben werden.

Die Versicherungsanstalt für Eisenbahnen und Bergbau überweist umgehend die Summe der eingereichten Dienstleistungsschecks auf ein Girokonto oder - soweit kein Konto vorhanden ist - mittels Postanweisung.

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