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Studienabschluss-Stipendium

Das SAS richtet sich an Studierende, die ihr Studium voraussichtlich innerhalb der nächsten 18 Monate abschließen werden und folgende Voraussetzungen erfüllen:

  • noch kein Abschluss eines Universitätsstudiums oder einer gleichwertigen Ausbildung mit Ausnahme eines Bachelorstudiums
  • österreichische StaatsbürgerIn oder gleichgestellte AusländerIn im Sinne des Studienförderungsgesetzes
  • zum Zeitpunkt der Zuerkennung den 41. Geburtstag noch nicht erreicht
  • innerhalb der letzten vier Kalenderjahre oder innerhalb der letzten 48 Monate für zumindest 36 Monate wenigstens halbbeschäftigt berufstätig
  • kein Bezug von Studienbeihilfe oder SelbsterhalterInnenstipendium während der letzten vier Jahre
  • vorher noch nie ein SAS bezogen

Alle diese Voraussetzungen müssen zum Zeitpunkt der Zuerkennung des SAS gegeben sein. Allerdings kann der Zeitpunkt, ab dem das Stipendium laufen soll, im Ansuchen bis zu drei Monate im Voraus selbst bestimmt werden. Darüber hinaus muss während des Bezugs jede Form von Berufstätigkeit eingestellt werden. Eine Karenzierung wird in diesem Zusammenhang akzeptiert.

Wer sich in der Studienabschlussphase befindet

Für das SAS befinden sich StudentInnen in der Studienabschlussphase, wenn der Abschluss des Studiums in den nächsten 18 Monaten erwartet werden kann. Diese Voraussetzung ist an Universitäten jedenfalls dann erfüllt, wenn neben der noch nicht abgeschlossenen Diplom oder Masterarbeit höchstens zehn Semesterstunden oder 20 ECTS Punkte oder zwei Fachprüfungen zur Erfüllung des jeweiligen Studienplanes fehlen.

Ist keine Diplom- oder Masterarbeit anzufertigen, so dürfen höchstens zwanzig Semesterstunden oder 40 ECTS Punkte oder vier Fachprüfungen offen sein. Bei Studien an Universitäten der Künste werden die zentralen künstlerischen Fächer dabei nicht mitgerechnet.

Bei Studien an anderen Bildungseinrichtungen (z.B. Fachhochschulen) gelten die letzten beiden Semester als Abschlussphase. Als abgeschlossen gilt ein Studium mit jenem Tag, an dem die letzte in den Studienvorschriften vorgesehene Prüfung abgelegt wurde.

Wie hoch das SAS ist

Die Höhe des SAS hängt davon ab, in welchem Ausmaß in den letzten Jahren die Berufstätigkeit ausgeübt wurde. Es gilt der Grundsatz, je höher die wöchentliche Arbeitszeit, desto höher ist auch das Stipendium.

Bei nicht gleichmäßiger Beschäftigung wird ein durchschnittliches Beschäftigungsausmaß ermittelt. Kann die wöchentliche Arbeitszeit nicht eindeutig festgestellt werden, kommen adäquate Einkommenswerte zur Anwendung.

Monatlich € 600,– beträgt das SAS, wenn in den letzten vier Kalenderjahren oder 48 Monaten vor der Zuerkennung des Stipendiums für mindestens 36 Monate eine Berufstätigkeit im Ausmaß von wenigstens einer Halbbeschäftigung vorliegt.

Eine Halbbeschäftigung ist in diesem Zusammenhang dann gegeben, wenn die wöchentliche Arbeitszeit 18 Stunden beträgt. Zeiten aus Mutterschutzfristen und Kindererziehungszeiten während einer Elternkarenz bzw. beim Bezug von Kinderbetreuungsgeld werden wie eine Halbbeschäftigung berücksichtigt.

Lässt sich die wöchentliche Arbeitszeit nicht genau feststellen, so wird bei einem Jahreseinkommen von mindestens € 6.000,– eine Halbbeschäftigung angenommen.

Das monatliche SAS erhöht sich um jeweils € 20,– für jede weitere volle Arbeitsstunde um die das Mindestmaß von 18 wöchentlichen Arbeitsstunden überschritten wird. Bei wechselnden Beschäftigungsausmaßen wird ein durchschnittlicher Wert ermittelt. Dabei werden die in einzelnen Monaten geleisteten Arbeitsstunden durch die Anzahl der Monate dividiert. Wenn die Wochenarbeitszeit nicht eindeutig nachvollziehbar ist, erhöht sich das SAS um jeweils € 20,– . Und zwar in dem Ausmaß, in dem das Einkommen von € 6.000,– um jeweils volle € 300,– übersteigt.

Der höchstmögliche Monatsbetrag für das SAS beträgt € 1.040,–. Das entspricht einer gesetzlichen Vollbeschäftigung von 40 Stunden pro Woche. Wird von anderen Einrichtungen Geld für die Bestreitung des Lebensunterhaltes (z.B. Kinderbetreuungsgeld) beansprucht oder ein Entgelt für ein Berufspraktikum bezogen, so werden diese Beträge vom SAS abgezogen.

Die Familienbeihilfe hat keinen Einfluss auf das SAS. Zusätzlich zum monatlichen Stipendium wird die Studiengebühr in der Höhe von maximal € 363,36 pro Semester refundiert.

Für welchen Zeitraum das SAS ausbezahlt wird

Wie lange das SAS ausbezahlt wird, hängt bei Universitätsstudien davon ab, wie viele Semesterstunden/ECTSPunkte/ Prüfungen auf den erfolgreichen Studienabschluss noch fehlen. Zwei Varianten sind möglich:

  • SAS für 6 Monate gibt es, wenn die Master- oder Diplomarbeit noch nicht abgeschlossen ist und höchstens 5 Semesterstunden oder 10 ECTS-Punkte oder eine Fachprüfung noch offen sind. Ist keine Master- oder Diplomarbeit anzufertigen, so dürfen höchstens 10 Semesterstunden oder 20 ECTS-Punkte oder zwei Fachprüfungen auf den Abschluss fehlen.

  • SAS für 12 Monate wird dann gewährt, wenn die Master- oder Diplomarbeit und höchstens 10 Semesterstunden oder 20 ECTS-Punkte oder zwei Fachprüfungen noch nicht abgeschlossen sind. In Studienrichtungen ohne Master- oder Diplomarbeit dürfen maximal 20 Semesterstunden oder 40 ECTS-Punkte oder vier Fachprüfungen ausständig sein.

  • In beiden Fällen wird das SAS um 6 Monate verlängert, wenn nachgewiesen wird, dass es sich bei der Master- oder Diplomarbeit um eine überdurchschnittlich umfangreiche oder eine besonders zeitaufwändige Arbeit handelt. Üblicherweise erfolgt ein derartiger Nachweis mit Hilfe einer entsprechenden Bestätigung durch die Betreuerin/den Betreuer. Bei Studien an anderen Bildungseinrichtungen (z.B. Fachhochschulen) entspricht die Stipendiendauer den noch zu absolvierenden Semestern.

Dieser Weg führt zum SAS

Das Ansuchen für das SAS ist bei der Stipendienstelle
Wien einzureichen. Dort erhältlich ist auch das dafür vorgesehene Formular. In diesem Ansuchen kann der Zeitpunkt der Zuerkennung festgelegt werden. Auf das SAS besteht kein Rechtsanspruch.

Zu den Angaben beim Ansuchen sind diverse Nachweise einzureichen. Das zeitliche Ausmaß der Beschäftigungsverhältnisse, die Höhe des Einkommens und der bisherige Studienverlauf sind jedenfalls zu belegen. Darüber hinaus verpflichten sich die BezieherInnen eines SAS zur Mitwirkung bei Erhebungen über ihre Beschäftigungen und Einkommen nach Studienabschluss.

Besonders wichtig
ist es, spätestens sechs Monate nach der letzten Auszahlung – unabhängig davon wie lange das SAS bezogen wurde – den erfolgreichen Studienabschluss der Stipendienstelle vorzulegen.

Förderzusage

Da auf das SAS kein Rechtsanspruch besteht, ergeht auch kein Bescheid, sondern es wird eine Fördervereinbarung zwischen StudentIn und Studienbeihilfenbehörde abgeschlossen. Bei einer Zusage erfolgt die Auszahlung monatlich. Bei einer Ablehnung muss die Mitteilung eine Begründung enthalten.

Rückforderung

Wird der Studienabschluss nicht innerhalb von sechs Monaten nach der letzten Auszahlung des SAS nachgewiesen, müssen mindestens € 180,– zurückgezahlt werden. Wird der Abschluss in dieser Zeit überhaupt verfehlt, wird der gesamte ausbezahlte Betrag zurückgefordert. Krankheit, Schwangerschaft oder andere unvorhersehbare bzw. unabwendbare Ereignisse können die Frist für den Nachweis eventuell verlängern.

Somit ist nicht nur das Studium rechtzeitig zu beenden, sondern auch der Nachweis darüber fristgerecht der Stipendienstelle vorzulegen. Wird während des Bezuges des SAS ein Einkommen aus Berufstätigkeit erzielt, so wird für die jeweiligen Monate die komplette Monatsrate zurückgefordert. Das gilt auch bei niedrigen Einkommen, selbst wenn sie deutlich unter der Höhe des SAS liegen und bei Bezügen von anderen Stellen, wenn sie dem Lebensunterhalt dienen und bei der SAS-Berechnung nicht berücksichtigt wurden. Rückforderungen werden mittels Bescheid ausgesprochen, ordentliche Rechtsmittel sind dabei zulässig.

Weitere Förderungen

BezieherInnen eines SAS haben Anspruch auf die ermäßigte Selbstversicherung für Studierende in der Krankenversicherung. Die Anzahl der bislang absolvierten Semester spielt in diesem Fall keine Rolle.

BezieherInnen eines SAS mit Kindern können einen Zuschuss zu den Kinderbetreuungskosten bei der Stipendienstelle Wien beantragen. Voraussetzung dafür ist der Nachweis, dass das Kind bzw. die Kinder entgeltlich betreut werden. Der Zuschuss orientiert sich an den tatsächlichen Ausgaben für die Betreuungskosten und kann pro Monat höchstens € 150,– betragen. Die Auszahlung erfolgt nachträglich.

Arbeiten und Studieren

Müssen Sie, wenn verlangt, mehr arbeiten als vereinbart? Bekommen Sie für Prüfungen frei? Diese Regeln gelten, wenn Sie neben dem Studium arbeiten.

Steuergutschrift bei niedrigem Einkommen

ArbeitnehmerInnen und PensionistInnen mit einem Einkommen unter der Lohnsteuergrenze können sich einen Teil der Sozialversicherung zurückholen.

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