Junge Frau hebt Geld am Bankomaten ab
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9.11.2026

Bankomaten unter der Lupe: Wo abheben, was kostet’s?

Einer (IC Cash) von vier getesteten Bankomat-Anbietern verlangt beim Geldabheben Spesen von 2,50 Euro. Die Hinweise zu den Spesen waren allerdings kaum erkennbar. Das zeigt ein aktueller AK Test bei insgesamt 29 Wiener Bankomaten der Anbieter IC Cash, Euronet, Telecash und Payment Services Austria. Zudem ist die Kennzeichnung der Automaten oft nicht eindeutig und die Online-Standortinfo spärlich.

63 Prozent der Österreicher:innen zahlen regelmäßig mit Bargeld. Besonders beliebt ist Bargeld bei den über 50-Jährigen. Das zeigte eine AK Studie bei 1.000 Befragten aus dem Jahr 2025. In der AK Konsument:innenberatung gibt es seit Jahren Beschwerden, dass durch die Filialschließungen der Banken auch Bankomaten ausgedünnt werden. Die Folge: Immer mehr Betreiber von Bankomaten („Drittanbieter“ wie IC Cash und Euronet) stellen ihre Automaten auf – unabhängig vom heimischen Bankomatnetz der österreichischen Banken.

Die AK hat daher 29 Wiener Bankomaten von vier Anbietern unter die Lupe genommen: IC Cash, Euronet, Telecash (First Data) sowie einige Bankomaten von der Payment Services Austria (PSA) – im Eigentum der österreichischen Banken. Verlangen sie Spesen? Sind diese klar ausgewiesen? Gibt es schriftliche Quittungen nach der Abhebung und Behebungslimits?

Der AK Bankomat-Check zeigt: Von den vier getesteten Anbietern hebt IC Cash ein Direktentgelt von 2,50 Euro ein. Die Information über die Spesen erfolgt am Display so kurz, dass sie kaum wahrnehmbar ist. Einen schriftlichen Beleg über die Abhebung gab es nur bei einem von acht Behebungsvorgängen des Anbieters – ein klares Manko.

 Telecash, PSA und Euronet verrechnen keine Spesen beim Geldabheben. Allerdings wiesen die Euronet-Bankomaten eine Behebungsgrenze von 200 Euro pro Abhebung  aus. Und: Die meisten Euronet-Automaten waren erst auf den zweiten Blick als Euronet-Automaten zu erkennen.

Die Online-Standortsuche der Bankomatanbieter gestaltet sich als schwierig bis unmöglich. Bei Euronet ist die Standortsuche im Internet nahezu unmöglich. Payment Service Austria sowie Telecash bieten online eine Übersicht oder Suchfunktion für ihre Standorte an. Auf der Webseite von IC-Cash gab es ebenfalls zum Erhebungszeitpunkt eine Standortsuche.

AK Konsument:innenexperte Christian Prantner resümiert: „Nicht bei jedem Drittanbieter in Österreich lauert eine Gebührenfalle. Konsument:innen sollen jedenfalls am Bankomat-Display genau auf Spesenhinweise achten und allenfalls die Behebung abbrechen. Denn zum Beispiel im Ausland können sehr wohl erhebliche Spesen anfallen – Beschwerden in der AK Beratung reichen von 1,50 bis 6,50 Euro.“

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