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Aktive Schulentwicklung als Voraussetzung für Mittelvergabe

Die nach dem AK-Chancen-Index vergebenen zusätzlichen Mittel müssen mit aktiver Schulentwicklung und pädagogischer Freiheit der Standorte verknüpft werden – beispielsweise in Form von Unterrichtsentwicklung, Schulleiter-Coaching, Fachworkshops, Einsetzen von multiprofessionellen pädagogischen Teams (LehrerInnen, SozialarbeiterInnen, Freizeitpädagog:innen, etc.) – damit diese Schulstandorte langfristig davon profitieren. 

Entscheidend ist, dass zusätzliche Mittel bedarfsgerecht eingesetzt und nicht ohne Anforderungen an Qualitätssteigerung vergeben werden, um so mittelfristig eine Verbesserung der Lernleistungen von SchülerInnen zu gewährleisten. Internationale Forschungen über Schulen, die einen „Turn-around“ geschafft haben, streichen drei wichtige Dimensionen heraus, an denen Schulentwicklung ansetzen sollte: Vision, Kultur und Struktur.

Vision

Vision im Kontext von Schulentwicklung umfasst die klare Definition von Zielen, wie beispielsweise das Erreichen einer „Guten Bildung für alle“ oder das Festlegen von „Bildungsgerechtigkeit“ als oberstes Ziel für einen Schulstandort. Dabei ist es entscheidend, dass SchulleiterInnen diese Visionen klar formulieren, vorleben und eine gemeinsame Strategie mit mittel- und kurzfristigen Entwicklungszielen für alle Akteur:innen entwerfen.

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Struktur

Damit Visionen auch umsetzbar bleiben und die gesetzten Ziele erreicht werden können, sind Strukturen entscheidend. Dazu zählen beispielsweise der systematische Aufbau von Lehrkräften und des Führungspersonals (Coaching, Weiterbildung, Management), verbindliche Vereinbarungen mit Verantwortungsübernahme für den jeweils eigenen Handlungsbereich, die Etablierung einer Verantwortungsgemeinschaft (Schulleitung/Schulaufsicht/Verwaltung), Kooperation mit der schulischen Umwelt oder auch die systematische Nutzung von empirischer Evidenz zur Weiterentwicklung des Schulstandortes.

Kultur

Visionen und Strukturen prägen dann auch den Bereich der Schulkultur, in der beispielweise das Selbstvertrauen der eigenen Lehrkräfte gesteigert wird, methodisch vielfältige Zugänge entwickelt werden und sich eine Eigenverantwortlichkeit der Schulen herausbildet, die entscheidend für einen erfolgreichen Schulentwicklungsprozess ist.

Internationale Reformprojekte zur Förderung von Schulen in kritischer Lage, wie die „London Challenge“ oder das deutsche Aktionsprogramm „Schule macht sich stark (SMS)“ haben bewiesen, dass sich über eine effektive Schulentwicklung die Zahl leistungsschwacher Schüler:innen verringern lässt, ohne auf Kosten der leistungsstärkeren SchülerInnen zu gehen. Positive Effekte von effektiver Schulentwicklung lassen sich auch auf der Ebene der Schulen, beispielsweise in mehr Methodenvarianz, mehr Teamarbeit oder erhöhter Verantwortungsübernahme bei Schulleiter:innen und Lehrer:innen, nachweisen.

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