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Faire Chance für die Mehrwegflasche!

Die Mehrweg-Flasche muss in Österreich wieder eine faire Chance bekommen. Die Konsumenten haben heute oft kaum eine Wahl sich für die Umweltfreundliche Mehrweg-Verpackung zu entscheiden“, sagt der AK- Umweltexperte Werner Hochreiter.

Wirtschaft optimiert nur Einwegflasche

Zu der heute bekannt gewordenen Studie, die eine fast gleichwertige Umweltbilanz von Plastikeinweg- und Glasmehrwegflaschen behauptet, meinte Hochreiter: „Wer jetzt glaubt, das ist ein Freibrief für die Plastik-Einwegflasche, macht es sich zu einfach. Die Studie weist die Plastik-Mehrwegflasche als die eindeutig beste Variante aus. Die Wirtschaft nimmt aber derzeit nur Optimierungen für die Einwegflaschen vor.“

KonsumentInnen bleibt keine Wahl

Auch die von Handel und Industrie vielbehauptete Unlust der KonsumentInnen auf Mehrweg-Verpackungen lässt Hochreiter nicht gelten: KonsumentInnen haben oft gar nicht mehr die Wahl zwischen Mehrweg- und Einwegflaschen. Erfahrungen mit dem wachsenden Segment der biologischen Produkte oder der gentechnikfreien Lebensmittel zeigen aber: Die KonsumentInnen wünschen auch beim Einkauf von Lebensmitteln umweltgerechte Alternativen. Diese muss ihnen der Handel weiter anbieten.

Faire Chance für Mehrwegverpackungen

Nach wie vor ist das vom Handel heftig bekämpfte Ökobonus-Modell für die Arbeiterkammer noch nicht vom Tisch: Es nimmt den Handel, nicht den Konsumenten in die Pflicht, auch Mehrweg-Alternativen den KonsumentInnen anzubieten. „Wir wünschen uns vom Handel, dass er Mehrweggetränke-Verpackungen endlich eine faire Chance einräumt und damit seinen Beitrag zum Abbau von Plastik-Müllbergen leistet,“ so Hochreiter. „Gerne werden wir uns die Studie noch genau anschauen, wenn sie hilft, die bestehenden Verbesserungspotentiale herauszuarbeiten.“

Die Arbeiterkammer ist aber auch offen für andere Maßnahmen als das diskutierte Ökobonus-Modell. Bedingung für uns: Die KonsumentInnen müssen eine echte Wahlfreiheit zwischen Einweg- und Mehrweg bekommen.

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