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Alkohol am Arbeitsplatz

Alkohol gehört in Österreich zum gesellschaftlichen Alltag und ist Teil unserer Kultur. Das Sprichwort "Ein Gläschen in Ehren kann Keiner verwehren", wird von Vielen zu wörtlich genommen. In Österreich wird zu vielen Anlässen Alkohol getrunken. Die Grenzen zwischen Genuss, Missbrauch und Abhängigkeit sind allerdings fließend und oftmals nur schwer zu erkennen.

Wer alkoholisiert arbeitet gefährdet nicht nur sich selbst, sondern auch die Kolleginnen und Kollegen. Es gibt kein allgemeines, für alle Arbeitnehmer/-innen und in allen Betrieben geltendes Alkoholverbot, allerdings kann für besonders gefahrgeneigte Arbeiten, ein Konsumverbot aus Sicherheitsgründen ausgesprochen werden.

Durch eine Betriebsvereinbarung, die verbindliche und gleiche Regelungen für alle Mitarbeiter/-innen schafft, kann der Konsum von Alkohol im Betrieb geregelt werden. Eine Betriebsvereinbarung wird zwischen Unternehmensleitung und Belegschaftsvertretung abgeschlossen.

Handeln statt wegschauen!

Die Broschüre sowie sieben Kurzvideos bieten umfangreiche Informationen und konkrete Hilfestellungen zum Thema betriebliche Suchtprävention und Arbeitsrecht.

Der riskante Konsum von Alkohol oder anderen legalen und illegalen Substanzen führt zu mehr Fehlzeiten und Krankenständen. Auch substanzungebundene Süchte bringen soziale oder gesundheitliche Belastungen mit sich, die über kurz oder lang zur Beeinträchtigung der Arbeitsleistung und zur Vernachlässigung von Arbeitspflichten führen. Trotzdem werden diese Themen immer noch tabuisiert. Der praktizierte Umgang reicht von Überreaktion bis Untätigkeit und ist geprägt von Fehlinformationen, Mythen, gut gemeinten Ratschlägen und falsch verstandener Hilfe.

Führungskräfte erhalten konkrete, wertvolle Tipps zur Gesprächsführung und zur Frühintervention bei mitunter noch nicht klar zuordenbaren Auffälligkeiten. Auf diese Weise können bereits im Vorfeld Probleme erkannt werden, die sich ohne Intervention meist verfestigen. Zudem zeigt die Broschüre Möglichkeiten auf, wie betriebliche Rahmenbedingungen geschaffen werden können, die eine gesundheitsorientierte Führung, von der sowohl das Unternehmen als auch die Mitarbeiter/innen profitieren, erleichtern.

Kurzvideos

  • Ziele der betrieblichen Suchtprävention
    DSA Herbert Baumgartner vom Institut Suchtprävention in Linz erläutert die grundlegenden Ziele der betrieblichen Suchtprävention: Auffälligkeiten werden zwar relativ früh wahrgenommen, aber meist erst spät angesprochen. Daher sollen Programme zur Suchtvorbeugung im Betrieb zu einer „win-win-win-Situation“ führen: für die Betroffenen selbst, für Kollegen/innen und Vorgesetzte sowie für den Arbeitgeber.



     
  • Inhalte und Maßnahmen betrieblicher Suchtprävention
    Herbert Baumgartner vom Institut Suchtprävention in Linz erläutert Inhalte und Maßnahmen der betrieblichen Suchtprävention: Grundsätzlich richten sich Präventionsmaßnahmen an alle Mitarbeiter/innen eines Unternehmens und informieren über Risiken von Suchtmittel. Ein weiterer wichtiger Bestandteil sind Weiterbildungsangebote für Führungskräfte zur gesundheitsorientierter Führung sowie Interventionsmöglichkeiten bei auffällig gewordenen Mitarbeitern.



  • Tipps für zur Gesprächsführung für Führungskräfte
    Mag. Rosmarie Kranewitter-Wagner vom Institut Suchtprävention in Linz gibt Tipps zur Gesprächsführung für Führungskräfte und erläutert dabei worauf man achten sollte, wenn man Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter auf Auffälligkeiten im Zusammenhang mit Alkohol, illegalen Drogen oder substanzungebundenen Süchte (z.B. Glücksspiel) anspricht.



  • Arbeitsrechtliche Aspekte - Konsumverbot am Arbeitsplatz
    Dr. Peter Scheinecker von der Wirtschaftskammer OÖ erläutert arbeitsrechtliche Aspekte im Zusammenhang mit einem Konsumverbot am Arbeitsplatz: So darf sich beispielsweise auch der Konsum in der Freizeit nicht auf die Erfüllung der Arbeitspflicht oder auf die Arbeitssicherheit auswirken.



  • Arbeitsrechtliche Aspekte - Verweis vom Arbeitsplatz wegen akuter Berauschung
    Dr. Peter Scheinecker von der Wirtschaftskammer OÖ erläutert arbeitsrechtliche Aspekte bei einem Verweis vom Arbeitsplatz aufgrund akuter Berauschung. So sollte zum Beispiel vor etwaigen arbeitsrechtlichen Konsequenzen zunächst der Sachverhalt festgestellt und mithilfe von Zeugen objektiviert werden.



  • Arbeitsrechtliche Aspekte - Alkohol und Drogentests am Arbeitsplatz
    Mag. Ernst Stummer von der Arbeiterkammer OÖ erläutert arbeitsrechtliche Aspekte in Zusammenhang mit Alkohol- und Drogentests am Arbeitsplatz, zum Beispiel die Tatsache, dass die Durchführung solcher Tests gegen den Willen von Arbeitnehmern/innen nicht zulässig ist.



  • Arbeitsrechtliche Aspekte - Fragen zu Alkohol und Drogen bei Bewerbungen
    Mag. Ernst Stummer von der Arbeiterkammer OÖ erläutert arbeitsrechtliche Aspekte zum Thema "Fragen zu Alkohol- und Drogen bei Bewerbungen". Solche Fragen zu den Konsumgewohnheiten betreffen grundsätzlich die geschützte Privatsphäre und sind nur in Ausnahmefällen zulässig.

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