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Am PC ar­bei­ten und gesund bleiben

Stundenlanges arbeiten am Bildschirm gehört für immer mehr ArbeitnehmerInnen zum Alltag. Doch durch falsche Gestaltung des Arbeitsplatzes, unpassende Einstellungen des Bildschirmgerätes oder fehlender Beleuchtung kann es zu gesundheitlichen Beschwerden kommen. Das Ergebnis ist oftmals eine Körperhaltung welche im Bereich der Arme, der Schultern, im Nacken oder im Rücken Beschwerden hervorruft. Gerade die Halswirbelsäule ist besonders anfällig.

Oftmals werden die Bandscheiben der Halswirbelsäule ungünstig belastet und diese drücken auf die aus dem Rückenmark austretenden Nerven für die Arme und Hände. Das kann zu Muskelverspannungen und schmerzhaften Reaktionen führen. Vor Beginn ihrer Arbeit sollten sich ArbeitnehmerInnen im Zuge der Arbeitsplatzevaluierung von ArbeitsmedizinerIn oder von der Sicherheitsfachkraft zum Thema Arbeitsplatzgestaltung und richtige Körperhaltung beraten lassen.

Stuhl, Tisch und Monitor „richtig“ einstellen

Ausschlaggebend für einen ergonomisch gestalteten Arbeitsplatz ist die Anpassung des Arbeitsstuhles (und des Tisches) an die ArbeitnehmerInnen. ArbeitsmedizinerInnen und Sicherheitsfachkräfte können hier zur Beratung herangezogen werden. Grundsätzlich gilt, dass Arbeitsstühle die Bewegungsfreiheit nicht einschränken dürfen und so ausgeführt sein müssen, dass eine ergonomisch günstige Sitzposition eingenommen werden kann.

Überprüfen Sie die Einstellung von Stuhl, Tisch, und Monitor sowie Ihre Sitzhaltung. Stellen Sie zuerst die Höhe des Schreibtischstuhls so ein, dass der Ober-, und Unterschenkel einen rechten Winkel bilden. Verwenden Sie die Wipp-Funktion Ihrer Sessellehne um ein „dynamisches Sitzen“ zu ermöglichen. Winkeln Sie nun Ihre Unterarme so ab, dass zum Oberarm ein rechter Winkel entsteht. Sollten Armstützen vorhanden sein, stellen Sie diese nun auf die eingenommene Position der Unterarme ein. Zum Abschluss muss nun der Tisch auf die Höhe der Armstützen eingestellt werden. Sie sollten mit flach aufliegenden Handballen auf der Tastatur arbeiten können. Bildschirmarbeit ist besonders belastend für die Augen. Stellen Sie sich Ihren Bildschirm so ein, dass Ihr Blick geradeaus genau auf die Oberkante des Bildschirms trifft.

Blickrichtung parallel zur Fensterfront

Das Bildschirmgerät sollte so aufgestellt werden, dass die Blickrichtung parallel zur Fensterfront erfolgt. So vermeiden Sie Spiegelungen im Bildschirm, die Ihre Augen zusätzlich belasten. Auch Lichtquellen sollten parallel zur Blickrichtung zum Bildschirm montiert werden. Am besten ist eine natürliche Belichtung durch Fenster. Das Bildschirmgerät sollte jedoch nicht in unmittelbarer Nähe dieser Lichteintrittsflächen aufgestellt werden, weil das helle Tageslicht die Anpassung der Augen an das dunklere Bildschirmgerät erschwert.

Vermeiden Sie generell zu starke Kontraste zwischen der Arbeitsumgebung und dem Monitor. Als optimale Beleuchtungsstärke an einem Bildschirmarbeitsplatz gilt die Beleuchtungsstärke von 500 Lux. Ihr Arbeitsplatz sollte mit einer gleichmäßigen und farbneutralen Beleuchtung ausgestattet sein. Ist aus räumlichen Gegebenheiten die „ideale“ Aufstellung des Bildschirmgerätes nicht möglich, müssen durch andere geeignete Maßnahmen Blendwirkungen und Spiegelungen vermieden werden. Auch Jalousien an den Fenstern und Stellwände im Arbeitsraum können zum Einsatz kommen.

Belastung der Augen reduzieren

Untersuchungen zeigen, dass bei achtstündiger Bildschirmarbeit, je nach Arbeitsaufgabe zwischen 12.000 und 33.000 Kopf- und Blickbewegungen und 4.000 bis 17.000 Pupillenreaktionen pro Arbeitstag geleistet werden. Nach heutigem Stand des medizinischen Wissens nehmen gesunde Augen dadurch keinen dauernden Schaden. Unbestritten ist aber die hohe Belastung der Augen. Bereits eine leichte, vorübergehende Verminderung der Sehleistung, wie sie bei längerer Bildschirmarbeit häufig auftritt, kann Augenbeschwerden hervorrufen. Diese treten oftmals in Form von Augenzucken, Flimmern, Verschwimmen von Buchstaben, Augenbrennen, Druckgefühl im Bereich der Augen oder Kopfschmerzen auf. Optimale Sehbedingungen, welche auch die Beleuchtung und Belichtung des Arbeitsplatzes miteinschließen sind deshalb bei der Bildschirmarbeit von besonderer Wichtigkeit.

TIPP

Vermeiden Sie längeres Lesen elektronisch erfasster Texte direkt am Bildschirmgerät. Mit der Zeit erschlafft die Augenmuskulatur und beeinträchtigt das Sehvermögen. Abhilfe schafft das Ausdrucken und das Lesen auf dem Papier. Auch der Einsatz von Flachbildschirmen (TFT-Technik) mit ausreichender Bilddiagonale oder Bildschirmgeräte mit Gütesiegeln helfen die Augenbelastung zu reduzieren.


Gesetzliche Grundlagen

  • §§ 21, 22 ArbeitnehmerInnenschutzgesetz (ASchG)
  • Arbeitsstättenverordnung  (AStV)
  • Bildschirmarbeitsverordnung (BS-V)

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