Mann berechnet Energiekosten © Andrey Popov, stock.adobe.com
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1.6.2022

Strompreise gehen durch die Decke!

Der AK Teuerungs-Check zeigt, wie sich die Stromtarife für Neukund:innen im Vergleich zu Bestandskund:innen entwickelt haben. Wer jetzt einen neuen Strom-Vertrag abschließen muss, zahlt im Schnitt 130% mehr als bestehende Kund:innen – in manchen Fällen sogar bis zu 360% mehr.  Um die Energiepreise zu stabilisieren, verlangt die AK: Preisdeckel für energiearme Haushalte und Neukund:innen; durch Gewinnsteuer „Windfallprofits“ abschöpfen. 


Konsument:innen zahlen für neuen Strom-Vertrag schockierende Preise

Die Teuerungen gehen durch die Decke und machen das Leben immer schwerer leistbar. Die AK erhebt regelmäßig, wie sich die Preise in den Bereichen Energie, Sprit, Lebensmittel und Wohnen entwickeln – und die Zahlen sind alarmierend!

Der erste AK Teuerungs-Check beleuchtet die Situation für Neukund:innenverträge bei Strom. Diese kann so zusammengefasst werden: Der Preis ist heiß. In weiten Teilen Österreichs ist Strom für viele Menschen schlicht nicht mehr leistbar! Die Neukund:innenkonditionen für Strom (in Cent/kWh netto, Energiepreis inklusive Arbeitspreis, Grundpauschale und Leistungspreis) sind gegenüber den Bestandskund:innentarifen um durchschnittlich 130% höher.

Während sich die Neukund:innentarife der drei günstigsten Anbieter kaum von den Konditionen für Bestandskund:innen unterscheiden, verlangen andere Anbieter im Bundesgebiet um bis zu 367% mehr.

Ein Ende dieser Entwicklung ist nicht in Sicht. Die AK legt schon seit Monaten Vorschläge auf den Tisch, wie man die Energiepreise stabilisieren könnte.

Unsere Forderungen

  • Gaspreisdeckel für Kraftwerke: Ein Gaspreisdeckel, wie in Spanien oder Portugal, würde den Strompreis massiv senken, da für die Stromerzeugung auch Gas benötigt wird.

  • „Windfallprofits“ z.B. durch Gewinnsteuer (auch im Nicht-Stromsektor) abschöpfen, um Gaspreisdeckel zu finanzieren und energiearme Haushalte zu unterstützen.

  • Preisdeckel für energiearme Haushalte und Neukund:innen, denn die Endkund:innenpreise werden noch weiter steigen – Neukund:innen und energiearme Haushalte sind davon besonders betroffen. 
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