Was ist neu für Risikogruppen? © reddeer_art, stock.adobe.com
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09.03.2020

Die Leistungen der AK 2020

2020 war für die ArbeitnehmerInnen ein besonders schwieriges Jahr. Das zeigt sich auch an den Zahlen der Arbeiterkammern für das Corona-Jahr. Am auffälligsten: Die Zahl der Beratungen ist um rund 15 Prozent gestiegen – auf 2.352.000 Beratungen im Jahr (306.645 persönlich / 1.742.803 telefonisch / 302.856 E-Mail/Brief).  

„Das ist ein neuer Rekordwert!“, sagt AK Direktor Christoph Klein. „Oft konnten wir den Mitgliedern in Corona-bedingten schwierigen Situationen helfen, sei es im Arbeitsrecht, sei es im Konsumentenschutz, sei es mit anderen Beratungen.“

AK – im Einsatz für die Gerechtigkeit im Corona-Jahr 2020  

Die einzelnen Arbeiterkammern haben auch Hilfspakete geschnürt, um den Mitgliedern und ihren Angehörigen zu helfen: So wurden etwa in Wien Laptops an Berufsschulen ausgegeben, Unterstützung für Familien beim Ankauf von Hardware in Vorarlberg, Vorfinanzierung von Insolvenzgeld in der Steiermark oder ein Corona-Energiebonus in Niederösterreich. 

Auch die gemeinsam mit dem ÖGB im März 2020 eingerichtete Seite www.jobundcorona.at ist mit 2,8 Millionen angesehenen Seiten bis heute ein großer Erfolg und eine wichtige Unterstützung für AK- und ÖGB-Mitglieder. Am häufigsten gesucht wurde übrigens Kurzarbeit (850.000 Seitenaufrufe).

511,4 Millionen Euro für die Mitglieder herausgeholt 

Die Arbeiterkammern haben ihren Mitgliedern im Einsatz für die Gerechtigkeit österreichweit 511,4 Millionen Euro in den Bereichen Arbeitsrecht, Steuerrecht, Konsumentenschutz, Insolvenzen, Sozialversicherung herausgeholt und für Bildungsförderungen an die Mitglieder ausbezahlt. Für jeden Euro Mitgliedsbeitrag holte und gab die AK so mehr als einen Euro allein an barem Geld zurück. Dazu kommen viele nichtmonetäre Leistungen wie Beratung, Information und die gesamte Interessenpolitik. Insgesamt wurden knapp 75.000 Rechtsvertretungen übernommen. Im Arbeitsrecht konnten die Arbeiterkammern am häufigsten helfen, damit die Mitglieder zu ihrem Geld und zu Gerechtigkeit kommen.  

3.786.000 Mitglieder vertreten wir Tag für Tag  

Die Zahl der Mitglieder lag zu Jahresende 2020 bei rund 3.786.000. Rund 808.000 davon sind vom AK Beitrag befreit, weil sie wenig oder gar kein Einkommen haben (Eltern in Karenz, Arbeitsuchende, unter der Geringfügigkeitsgrenze Verdienende und Lehrlinge).  

AK-Hilfe kommt direkt bei den Mitgliedern an – Beispiele 

Die AK hat einer Zahnarztassistentin geholfen: Sie wurde entlassen, weil sie im Krankenstand ein Partyfoto ihres Bruders auf Instagram geteilt hatte. Die AK Niederösterreich hat für sie 6.080 Euro herausgeholt.

Geholfen wurde auch zwei Frauen, die Corona-Symptome hatten und deren Chef verlangte, dass sie sich gesundschreiben lassen sollen. Weil sie das nicht taten, wurden sie im Krankenstand fristlos entlassen. Begründung: „Ich erwarte, dass Sie mich in der Krise unterstützen!“ Die AK Wien erkämpfte für die beiden Frauen 14.100 Euro Kündigungsentschädigung.

Einem Vater, der zwei Tage Pflegefreistellung und einen Papamonat nehmen wollte, konnte die AK ebenso 2020 helfen wie einer Pflegerin, die als Kontaktperson zwar in Quarantäne geschickt wurde, aber keinen schriftlichen Quarantänebescheid bekam und Urlaub und Zeitausgleich nehmen sollte.

Die Arbeiterkammern haben im Vorjahr nach vorläufigen Zahlen rund 494 Millionen Euro von ihren Mitgliedern aus den AK Beiträgen erhalten. Die AK beschäftigt knapp 2.800 MitarbeiterInnen (umgerechnet in Vollzeitäquivalenten). 

Video: We Love to Fight for You

Raten Sie einmal, wie oft bei uns in der Arbeiterkammer das Telefon klingelt, eine Mailanfrage hereinkommt oder die Tür ins Beratungszimmer aufgeht? Unsere Beratungsteams sind mit Herzblut bei der Sache und hauen sich gerne für die AK Mitglieder ins Zeug! We love to fight for you!


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