Frauen in der Arbeiterkammer

Wie weiblich ist die Arbeiterkammer? Wo läuft es schon gut in Sachen Frauenquote? Wo gibt es noch Aufholbedarf? Eine selbstkritische Erläuterung.

Vorstand der Bundesarbeitskammer männlich dominiert

Im Vorstand der Bundesarbeitskammer sind nur zwei Frauen vertreten. Wie kann das sein? In allen Länderkammern haben Männer die Präsidentenfunktion innen, und die sind in den Bundesvorstand entsandt, neben weiteren sieben Mitgliedern. Diesen Vorwurf müssen sich die Fraktionen gefallen lassen, obwohl viele eine Quotenregelung haben.

Dennoch sind in der Arbeiterkammer auch viele Frauen in Führungspositionen zu finden.

AK Wien steuert auf halbe-halbe zu

Deutlich weiblicher sind etwa die Führungspositionen in der Arbeiterkammer Wien besetzt:  

  • Der Vorstand der AK Wien besteht aus 10 Männern und 9 Frauen. Im Präsidium sind neben dem Präsidenten zwei Vizepräsidentinnen und zwei Vizepräsidenten tätig.

  • In der Vollversammlung der AK Wien, dem gewählten „ArbeiternehmerInnenparlament“ der Interessenvertretung, beträgt der Frauenanteil 38 Prozent.

  • Das Managementteam besteht aus 3 Frauen und 3 Männern.

  • Unter den Beschäftigten in Leitungsfunktionen beträgt der Frauenanteil knapp 40 Prozent – 1994 lag er nur bei 16 Prozent. 

Gremien der Bundesarbeitskammer

Bei  den Gremien der Bundesarbeitskammer ist der Frauenanteil noch etwas geringer. Im Präsidium liegt er bei 20 Prozent (1 von 5 Mitgliedern), im Vorstand bei 12,5 Prozent, in der Hauptversammlung beträgt der Frauenanteil 27 Prozent. Die AK Wien erreicht bei ihren Delegierten in die Hauptversammlung übrigens eine 40 Prozent-Frauenquote.

Wir sind dran!

Zusammenfassend lässt sich festhalten: Ja, es gibt beim Thema Frauen in Führungspositionen auch in der AK noch einiges zu tun. In den vergangenen Jahren gab es aber doch einige Fortschritte. Wir sind weiter dran!