Gerechtigkeit #FÜRDICH © AK, Andreas Pfohl | papabogner
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Mehr Chancen am Arbeitsmarkt

Jeden Cent dreimal umdrehen müssen. Dem Kind keine Schultasche kaufen können. Auf Bewerbungen nicht mal eine Absage erhalten… Für viele dauert die Arbeitslosigkeit schon lang, und die Aussichten sind nicht gerade rosig. Denn die Zahl der Arbeitslosen sinkt – aber viel zu langsam. Das stürzt viele in die Armut, bis hin zur Delogierung. Jetzt heißt es, schnell und engagiert gegensteuern. Erfahren Sie hier, wie wir neue Chancen für Arbeitssuchende schaffen und wieder Schwung in den Arbeitsmarkt bringen wollen. 

Für mehr #Gerechtigkeit. #Fürdich. 

Mit Investitionen raus aus der Krise

Die österreichische Wirtschaft hat das Vorkrisenniveau von 2019 wieder erreicht. Die Arbeitslosigkeit war aber schon 2019 viel zu hoch. Ziel muss es sein jedem Menschen in Österreich einen würdigen Arbeitsplatz zu ermöglichen, von dem man auch leben kann. Dies kann nur durch staatliche Investitionsprogramme ermöglicht werden. Zusätzlich braucht es Qualifizierungsmaßnahmen, um vor allem Langzeitarbeitslose wieder für die neuen Herausforderungen am Arbeitsmarkt zu qualifizieren.

Grafik: Arbeitslosigkeit im Zwei-Jahres-Vergleich 

Die Grafik Arbeitslosigkeit im Zwei-Jahres-Vergleich zeigt: Im Mai 2021 sind über 38.000 Menschen mehr arbeitslos als im Mai 2019. Insgesamt sind im Mai 2021 fast 317.000 Menschen auf Arbeitssuche. © Tea Mina Jaramaz
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Wussten Sie, dass…
wir 100.000 neue Jobs in Österreich schaffen können, wenn wir 2 % des Bruttoinlandsprodukts investieren! Die Kosten rechnen sich zum Teil selbst, denn auch Arbeitslosigkeit ist teuer – finanziell wie gesellschaftlich. Zudem ermöglichen die Investitionen ein besseres Leben für alle, denn sie bedeuten bessere Gesundheitsvorsorge, eine bessere Kinderbetreuung, besseren öffentlichen Verkehr, besseren Klimaschutz – kurz eine bessere Zukunft.

Wichtig ist, das Geld in Bereiche zu stecken, die Zukunft haben und Nutzen für viele stiften. So bringen die Investitionen nicht nur neue Hoffnung für Arbeitsuchende und Schwung in den Arbeitsmarkt. Sie bringen auch ein Stück mehr Gerechtigkeit für die Gesellschaft – und #fürdich. Hier ein paar Beispiele, an welche Investitionen wir denken und was sie bringen. 

Investitionen in eine bessere Kinderbetreuung

Wer in bessere Kinderbetreuung und Kinderbildung investiert, verbessert die Chancen der Kinder, erleichtert das Leben der Eltern und schafft zudem Tausende neue Jobs. Mehr dazu finden Sie im Artikel Gerechtigkeit für Familien.

Investitionen in eine bessere Gesundheitsversorgung 

Im Gesundheits- und Pflegebereich sind Investitionen notwendig, um beste Versorgung für uns alle zu garantieren – und durch mehr Personal endlich die Arbeitsbedingungen der Beschäftigten zu verbessern. Lesen Sie mehr … 

Investitionen in einen besseren Klimaschutz

Gegen die Klimakrise gibt es keine Impfung, darum heißt es investieren: In besseren öffentlichen Verkehr, in mehr Klimaschutz in Gemeinden und Städten. Lesen Sie mehr … 

Mehr Chancen mit mehr Weiterbildungsmöglichkeiten

Der Arbeitsmarkt wandelt sich rasant. ArbeitnehmerInnen sind gefordert, sich ständig neue Fähigkeiten und Qualifikationen anzueignen – oder müssen beruflich oft völlig umsatteln. Damit das möglich ist, fordern wir die finanziell unterstützte Möglichkeit zur Weiterbildung. Wir fordern ein Qualifizierungsgeld für alle! Was darunter zu verstehen ist, erfahren Sie hier.

Der Armut den Kampf ansagen

Die Regierung hat sich vorgenommen, die Armut in Österreich zu halbieren. Wir nehmen sie beim Wort und sagen:

  • Das beste Mittel gegen Armut sind fair bezahlte neue Jobs – Stichwort Investitionen in Zukunftsbranchen.

  • Auch Weiterbildung kann helfen, einen Job zu finden oder mehr zu verdienen – Stichwort Qualifizierungsgeld. 

Wenn aber jemand keine Stelle findet, dann muss der oder dem Betroffenen direkt geholfen werden.

  • Mit besserer Betreuung durch das AMS, damit die Arbeitslosigkeit nicht so lange dauert.

  • Mit einem höheren Arbeitslosengeld. Derzeit bekommen Arbeitsuchende nur 55 % ihres vorherigen Einkommens. Kaum jemand kommt damit über die Runden. Wir finden daher, es sollten mindestens 70 % des früheren Einkommens sein. 

  • Mit Zuschüssen zu Wohn- und Energiekosten, besonders dann, wenn wegen Corona die Arbeitslosigkeit schon sehr lange dauert.

  • Mit Verhinderung von Kinderarmut – unter anderem durch wirklich kostenlose Schulen.

Video: Mythen zu Arbeitslosigkeit

In unserem Faktencheck beleuchten wir die 3 größten Mythen zur Arbeitslosigkeit: Sind Arbeitslose selber schuld? Ist es gemütlich, arbeitslos zu sein? Und cashen Arbeitslose wirklich ab?


AK Services für Arbeitsuchende:

  • Job verloren? Einen ersten Überblick, was jetzt zu tun ist und mit welcher Unterstützung Sie rechnen können, finden Sie unter diesem Link
     
  • Arbeitslosengeld & Notstandshilfe: Unser Ratgeber liefert Antworten auf die häufigsten Fragen zu den beiden AMS-Leistungen. Zum AK Ratgeber…

  • (Drohender) Arbeitsplatzverlust aus gesundheitlichen Gründen? Fit2Work berät, was Sie in solchen Situationen tun können. Hier erhalten Sie mehr Infos … 

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