Gerechtigkeit #FÜRDICH © AK, Andreas Pfohl | papabogner
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Gerechtigkeit für Familien

Ein Kinderlachen lässt die Sonne aufgehen. Gleichzeitig bedeuten Kinder auch große Verantwortung. Der Sozialstaat hilft Eltern, diese Verantwortung tragen zu können. Kinderbetreuungsgeld, Familienbeihilfe, Karenz, Papamonat, Elternteilzeit – das sind nur einige der Errungenschaften, die der österreichische Sozialstaat Eltern bietet. Ohne diese finanziellen und arbeitsrechtlichen Möglichkeiten würden viele Familien in Armut leben. Denn Kinder kosten Geld. Aber die Zukunft unserer Kinder und damit unsere eigene Zukunft muss uns etwas wert sein. Darauf schauen wir, dafür setzen wir uns ein.

Für mehr #Gerechtigkeit #fürdich. 

Was muss für Familien getan werden?

Schon jetzt tut der Sozialstaat für Familien viel. Trotzdem gibt es noch viel zu verbessern. Dazu gehört eine bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf – für Mütter UND Väter. 

Mehr und bessere Kinderbildung

Wussten Sie, dass die EU-Staaten durchschnittlich ein Prozent der Wirtschaftsleistung in Kinderbildung investieren? Österreich tut das leider nicht. Wir fordern daher, dass 1 % des BIP in den Ausbau der Kinderbetreuung gesteckt wird. 

Was das bringen würden, haben wir ausgerechnet:

  • 32.000 neue Kindergartenplätzen
  • verbesserten Öffnungszeiten bei 70.000 Kindergärten
  • 27.000 neue Arbeitsplätze in der Kinderbildung – und damit noch bessere Förderung der Kleinsten
  • bessere Chancen für Eltern auf dem Arbeitsmarkt – vor allem für Frauen
Ranking der EU-Staaten: Österreich gibt nur 0,67 % des BIP für Kinderbildung aus. Im EU-Schnitt sind es 0,98 %. © OECD
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Mehr Rechte für Eltern

Eltern reiben sich oft zwischen beruflichen und familiären Pflichten auf. Sie brauchen mehr Rechte. Konkret fordern wir:

  • Rechtsanspruch auf Kinderbetreuung – und zwar schon ab dem 1. Geburtstag.

  • Einführung eines Familienarbeitszeitmodells: Damit meinen wir eine finanzielle Unterstützung für Eltern, die halbe-halbe machen und jeweils die Arbeitszeit auf 28 bis 32 Stunden pro Woche reduzieren. Das würde dazu führen, dass Frauen mit Kindern das Stundenausmaß erhöhen, während Männer ihre Arbeitszeit reduzieren können. Mehr Infos dazu finden Sie hier... 
Wussten Sie, dass…
in 8 von 10 Partnerschaften nur die Frau nach der Geburt eines Kindes in Karenz geht – und das, obwohl Männer seit nunmehr 30 Jahren ebenfalls die gesetzliche Möglichkeit dazu haben? Der Grund dafür liegt vor allem im geringeren Einkommen der Frauen. Ziel muss daher sein, dass Väter einen höheren Teil vom Kinderbetreuungsgeld beziehen und so längere Zeit bei ihren Kindern zu Hause bleiben können. Denn von dieser gemeinsamen Zeit profitieren emotional alle.

Was es auch noch dringend braucht

  • Ausbau von Ganztagsschulen: Für viele Eltern ist der Wechsel vom Kindergarten in die Schule eine große Herausforderung. Ganztagsschulen sind ein wichtiger Beitrag, um Familie und Beruf besser vereinbaren zu können. Und: Familien werden vom Lernen zu Hause und bei der Nachhilfe für ihre Kinder entlastet.

  • Professionelle Hilfe für unsere Kinder: Immer mehr Kinder und Jugendliche leiden unter den Folgen der Corona-Pandemie. Sie sind einsam, gereizt, haben Schwierigkeiten sich zu motivieren und klagen verstärkt über Schlafprobleme und Essstörungen. Ihnen fehlen soziale Kontakte und klare Perspektiven. Daher müssen Sozialarbeit und psychologische Betreuung für Kinder und Jugendliche dringend aufgestockt werden, damit lange Wartzeiten vermieden werden können und Hilfe unmittelbar erfolgen kann.
Vorschläge für eine krisensichere Schule
Wir sind sie noch nicht ganz los, die Pandemie. Lesen Sie hier, welche Maßnahmen wir von den Ministern Faßmann und Mückstein vorgeschlagen haben – damit im Herbst die Schulen wieder aufsperren und sichere Lern- und Sozialräume sein können. Zum offenen Brief an die Politik…

Warum wir das alles fordern

Menschen in Österreich sollen sich nicht länger zwischen Familie und Kindern oder Beruf entscheiden müssen. Es muss beides gleichzeitig möglich sein – unter fairen Bedingungen. Dazu braucht es ein gut ausgebautes Netz an sozialen Dienstleistungen – in der Kinderbetreuung und Pflege, Gestaltungsspielräume bei Arbeitszeiten für Eltern, Unterstützung für eine aktivere Rolle der Väter. Und neben der finanziellen Unterstützung braucht es Zugang zu einem flächendeckenden und hochqualitativen Bildungs-, Gesundheits- und Sozialangebot. Damit Familien sich dem widmen können, was Familie ausmacht: Liebe und Geborgenheit. 

Service: Infos & Tools für (werdende) Eltern

Baby unterwegs? Wir haben jede Menge Services, die Sie in dieser aufregenden Phase unterstützen. Ein paar Beispiele:

  • Beratung: Wann melde ich meinem Arbeitgeber meine Schwangerschaft? Wie lange kann ich in Karenz gehen? Wie funktioniert das mit Papamonat oder Wochengeld? Mit all diesen Fragen können Sie zu uns kommen. Wir sind in ganz Österreich für Sie da. Hier finden Sie unsere Kontaktübersicht!

  • Elternkalender: Windeln wechseln kann er zwar nicht, unser Elternkalender. Aber er hilft Ihnen als werdende Mama oder künftiger Papa gut durch den Dschungel der Fristen und Termine zu kommen – etwa, wann Sie um das Kinderbetreuungsgeld ansuchen müssen. Und: Wenn es eine wissenswerte Rechtsinfo gibt, erhalten Sie diese immer zum richtigen Zeitpunkt. Zum Elternkalender geht’s hier entlang.
  • Familienbeihilfenrechner: Wie viel Kinderbetreuung steht mir eigentlich pro Kind zu? Das können Sie mit unserem Familienbeihilfenrechner rasch herausfinden. Jetzt ausrechnen!

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