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„Die AK ist kein Autofahrerclub“ - ein Kommentar von AK Präsident Rudi Kaske

Die automatische Mitgliedschaft bei der Arbeiterkammer? Das ist völlig retro, sagen manche Parteien. Wer gut ist, wie etwa der größte Autofahrerclub im Land, kann sich vor freiwilligen Mitgliedern ohnedies kaum retten. Ja eh. Nur dass Menschen keine Motoren sind. Und die Summe von Routenplanern und Kfz-Werkstätten noch keine demokratische Gesellschaft mit sozialem Ausgleich ergibt. Unsere Aufgaben und Wirkungen sind nicht mit denen eines Automobilklubs vergleichbar. Bei uns geht’s nicht um Reifenpannen, sondern um menschliche Existenzen und eine gerechtere Gesellschaft.

Wir helfen nie nur dem Einzelnen allein 

Wenn bei einem Automobilclub-Mitglied das Auto streikt, wird ihm geholfen. Ihm allein und basta. Wenn bei einem Arbeitnehmer der Chef streikt und nicht zahlt, wird ihm geholfen. Ihm allein, aber indirekt auch allen anderen Beschäftigten. Weil mit jedem Brief, jedem Gerichtsverfahren der AK klargemacht wird: „Hier gibt jemand Gas, wenn Gesetze und Kollektivverträge missachtet werden. Also haltet euch an die Regeln!“

Premiumpaket für alle – auch für die, die nichts zahlen können

Wer sich den Automobilclub nicht leisten kann, zahlt erst nix und später, mit ein bisschen Pech, einen teuren Abschleppdienst. Bei der AK bekommen alle das Premiumpaket – egal, was sie einzahlen. Und sogar die, die gar nichts zahlen, weil sie arbeitslos, im Karenz oder prekär beschäftigt sind. Gerade sie brauchen viel Beratung und eine Vertretung. Das geht nur dank einer solidarischen Mitgliedschaft. 

Gerechtigkeit für alle – nicht nur für Mitglieder

Ein Automobilclub tritt nur für Zahlende ein. Wir treten für gerechte Gesetze für alle ein, oft sogar für Nicht-Mitglieder. Von einem soliden Sozialstaat beispielsweise haben alle was, auch Selbstständige.

Interessensausgleich statt „Ich-ich-ich!“

Ein Automobilclub tritt nur für Fairness auf der Straße ein – im Sinne der AutofahrerInnen. Wir treten für Fairness in der Gesellschaft ein – im Sinne der ArbeitnehmerInnen, aber nicht nur. Wir haben das große Ganze im Blick. Gemeinsam mit den Sozialpartnern verfolgen wir den Ausgleich von Interessen. Unser Ziel ist sozialer Frieden für alle. 

Mitgliederservice statt Mitglieder werben 

Der Automobilclub muss Mitglieder werben. Das kostet Zeit und Geld. Wir können uns dank der automatischen Mitgliedschaft voll auf unsere Aufgaben konzentrieren. 

Auf jeden Fall versichert

Bei privaten Versicherungen kann sich die Frage stellen: Hab‘ ich pünktlich bezahlt? Habe ich eine Wartezeit, bevor ich Leistungen bekomme? Diese Sorgen gibt es bei der AK nicht. Hier genießen alle Mitglieder vollen Schutz. Oft wissen sie das erst, wenn sie uns brauchen und ohne Zusatzkosten vertreten werden.

Schlechten Risiken? Herzlich willkommen!

Zu viele Unfälle? Zu alt oder blind zum Autofahren? Eine private Versicherung kann jemand ablehnen, der zu viel kosten könnte. Oder Versicherte mit hohem Risiko stärker zur Kasse bitten. Bei uns gibt es keine teureren Polizzen, wenn jemand besonders viel Unterstützung braucht.

Unsere Chefinnen und Chefs sind die Mitglieder

Zu guter Letzt: Anders als bei Automobilklubs oder privaten Versicherten bestimmen bei der AK die Mitglieder den Kurs ihrer Vertretung – in freien, demokratischen Wahlen. Die nächste AK-Wahl findet 2019 statt.

P.S. Die Autofahrerclubs machen einen tollen Job – trotzdem sind sie mit der AK nicht vergleichbar.

Rudi Kaske, AK Präsident

Entlassen wegen 50 Gramm Staubzucker

Dieser Fall schlug Wellen: Ein Kellner süßt selbst mitgebrachte Erdbeeren mit Zucker aus dem Restaurant – und wird entlassen. So konnte die AK helfen.

Im Krankenstand von Detektiv verfolgt

Brigitta G. war wegen Burnout im Krankenstand, da wurde sie wegen angeblich unerlaubten Ausgangs entlassen. Doch die Ärztin hatte den sogar verordnet.

Konkurrenzklausel: 30.000 Euro Strafe?

Als Bernd A. den Job wechselte, verklagte ihn sein früherer Arbeitgeber auf 30.000 Euro Strafe. Dagegen kämpfte er mit Hilfe der AK vor Gericht.

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