24.4.2019

AK erkämpft Berufs­unfähigkeits­pension

Zuerst die Diagnose Darm­krebs, dann andauernde massive gesund­heitliche Probleme nach einer schweren Operation und zuletzt noch die Arbeits­losig­keit durch den Konkurs der Firma. All diese Schicksals­schläge führten bei einem gelernten Stahl­bau­schlosser zu massiven psychischen Belastungen.

Aufgrund dieser Umstände wurde Herrn L. von der Pensions­versicherungs­anstalt (PVA) ein Rehabilitations­geld gewährt, das ihm aber später mit der Begründung, dass nicht länger eine Berufs­unfähigkeit bestünde, wieder entzogen wurde. L. suchte Rat in der AK Wien. Die Sozial­versicherungs-Expert­Innen der AK klagten gegen die Entziehung und gewannen vor dem Arbeits- und Sozial­gericht. Herr L. erhält jetzt sogar eine Berufs­unfähigkeits­pension. 

Diagnose Darm­krebs

Der 55-jährige, gelernte Stahl­bau­schlosser Herr L. war seit 2002 bei ein und derselben Firma als Betriebs­leiter beschäftigt. Im Jänner 2016 musste sich L. nach einer vorangegangenen Krebs­diagnose einer Operation unterziehen. Zu allem Überfluss wurde L. im März 2016 arbeitslos, da sein langjähriger Arbeit­geber zu dieser Zeit Konkurs anmelden musste. Herr L. hatte auch noch nach seiner Operation massive gesund­heitliche Probleme, die bis heute andauern. Aufgrund der Belastung durch die Folgen seiner Darm­krebs­erkrankung und seines Job­verlustes kam schließlich noch eine psychische Erkrankung hinzu.

Re­habilitations­geld ent­zogen

Aufgrund dieser Ums­tände wurde Herrn L von der PVA Re­habilitations­geld gewährt. Dieses wurde ihm aber im Juli 2018 nach einer neuerlichen Begutachtung durch die PVA mit der Begründung entzogen, dass keine Berufsunfähigkeit mehr vorliege. Herr L. suchte daraufhin die Beratung der Sozial­versicherungs­abteilung der AK Wien auf. Die AK ExpertInnen waren der Ansicht, dass die Entziehung zu Unrecht erfolgte und klagten vor dem Arbeits- und Sozial­gericht. 

Herr L. klagte mit Hilfe der AK

Im Gerichts­verfahren stellte sich dann sogar heraus, dass der Gesund­heits­zu­stand des Herrn L so gravierend schlecht war, dass eine dauernde Berufs­unfähigkeit vorlag. Herr L. erhält nun aufgrund des Urteiles des Arbeits- und Sozial­gerichtes zukünftig eine Berufs­unfähigkeit­spension.

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