17.2.2020

Chef wollte kranken Arbeiter in Arbeitslose abschieben

Drei Monate lang arbeitete der 47-Jährige Manfred G. als Maler und Anstreicher bei einer Firma, die Wohnungen renoviert. Dann wurde er krank. „Der Chef hat mir gesagt, ich soll selbst kündigen“, so Manfred G. „Aber das wollte ich nicht.“ Trotzdem meldete das Unternehmen Manfred G. kurzerhand mit der Begründung „einvernehmliche Auflösung“ von der Sozialversicherung ab. „Alle haben mir geraten: Geh zur AK!“

Chef wollte sich Krankenentgelt sparen

Grundsätzlich darf der Arbeitgeber den Arbeitnehmer im Krankenstand kündigen. Aber durch die „Einvernehmliche“ wollte sich der Chef das Krankenentgelt während des Krankenstandes sparen. „Die AK hat mich über meine Rechte aufgeklärt“, sagt Manfred G. „Mein Chef hat das einfach probiert. Ich hätte gar nicht gemerkt, dass ich über den Tisch gezogen werde.“

AK Erfolg: 3.700 Euro für Maler

AK Präsidentin Renate Anderl: „Der Chef wollte den kranken Arbeiter einfach in die Arbeitslose abschieben! Das geht natürlich nicht! Die AK hat für Gerechtigkeit gesorgt und für Manfred G. insgesamt 3.700 Euro erfolgreich eingeklagt.“

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