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Reichtum – Legitimation und Kritik

Der Beitrag befasst sich mit den Einstellungen zu den Ursachen und gesellschaftlichen Folgen von Reichtum in der österreichischen Bevölkerung: Werden Leistung und individuelle Fähigkeiten oder eher Privilegien durch Herkunft, Erbe oder Machtnetzwerke als zentral für die Entstehung von Reichtum eingeschätzt? Wie werden die Folgen „zu großen Reichtums“ einiger Weniger bewertet? Im Mittelpunkt der Forschung steht die Frage, ob sich „klassenbezogene“ Begründungsmuster von Reichtum und sozialer Ungleichheit erkennen lassen. Die Analysen beruhen auf der ersten Welle des österreichischen Household Finance and Consumption Survey (HFCS)-Datensatzes.
In den Analysen hat sich gezeigt, dass insbesondere die gesellschaftlichen Folgen „zu großen Reichtums“ in Österreich kritisch gesehen werden. Die Entstehungsbedingungen von Reichtum werden dennoch mehrheitlich durch Leistung und individuelle Fähigkeiten, also „meritokratisch“ begründet. Daneben werden im selben Maße aber auch Privilegien in Form von Erbschaften und Netzwerken, also „zugeschriebene“ (klassenbezogene) Chancen als Erklärung herangezogen. Die klassenvergleichenden Analysen legten offen, dass in den oberen Klassenlagen die Überzeugung, Reichtum durch Leistung erworben zu haben, besonders ausgeprägt ist, während in den unteren Klassenlagen eher ein uneinheitliches bzw. wenig festgelegtes Einstellungsmuster vorherrscht, in dem keine klare Positionierung zwischen Leistungslegitimation und kritischer Bewertung großen Reichtums erkennbar ist.


Art der Publikation Studie
Datum / Jahr 2016
Erscheinungsort Wien
HerausgeberIn Kammer für Arbeiter und Angestellte für Wien
AutorIn Hilde Weiss, Julia Hofmann
Seitenzahl 49 Seiten
ISBN 978-3-7063-0623-2

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