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Die Freizeitoption in Kollektivverträgen

Der Abschluss des neuen Kollektivvertrages in der Elektro- und Elektronikindustrie im Frühjahr 2013 enthielt eine neue Komponente, die Freizeitoption. Es handelt sich bei der Freizeitoption um eine Erweiterung der Verteilungs- und Einmalzahlungsoption, bei der die IST-Erhöhung der Löhne oder Gehälter in konsumierbare Freizeit umgewandelt wird. Grundlage für die Verwendung der Freizeitoption ist der Abschluss einer Betriebsvereinbarung und einer zusätzlichen Vereinbarung zwischen dem Arbeitgeber oder der Arbeitgeberin und der individuellen Arbeitnehmern.

In der Herbstlohnrunde 2013 wurde eine Freizeitoption auch für die Bergwerke und die Stahlindustrie vereinbart. Des Weiteren kam es in der Mineralölindustrie zu der Einsetzung einer Arbeitsgruppe die dieses Thema prüfen soll. Angesichts des kurzen Zeitraums können diese Bereiche hier noch nicht untersucht werden und die Analyse beschränkt sich deshalb vorrangig auf die Anwendung der Option im Kollektivvertrag der Elektro- und Elektronikindustrie. Eine kollektivvertragliche 2,8 %- bis 3 %-ige IST-Erhöhung führt demnach im Sinne der Freizeitoption zu einer 60-stündige Reduktion der Jahresarbeitszeit. Dies entspricht bei einer 38,5 Stunden Woche in etwa 1,5 Wochen zusätzlicher Freizeit pro Jahr.

Die Einführung einer solchen Option wirft aber auch Fragen auf. Zum Beispiel die Frage nach der Akzeptanz und dem Ausmaß der  Inanspruchnahme in den einzelnen Betrieben. Des Weiteren ergeben sich in diesem Zusammenhang auch Fragen bezüglich potentieller gesamtwirtschaftlicher Effekte. Hierbei sind des ins besonderen Effekte auf Beschäftigung und Umwelt von Interesse. Im Folgenden sollen nun diese Effekte sowie die Akzeptanz der Freizeitoption untersucht werden. Es gilt dabei jedoch zu beachten, dass aufgrund der kurzen Zeitspanne seit der Einführung der Freizeitoption erst vorläufige Schlüsse über diese Effekte möglich sind und auch das die Annahme der Option im weiteren Zeitverlauf noch steigen kann.  

In Abschnitt 1 wird die derzeitige Reglung beschrieben und genauer auf die Eigenschaften der Freizeitoption eingegangen. Abschnitt 2 behandelt die Akzeptanz und Inanspruchnahme der Option in den Betrieben und unter den Angestellten und ArbeiterInnen. Abschnitt 3 geht abschließend näher auf die möglichen gesamtwirtschaftlichen Effekte auf Beschäftigung und Umwelt ein. Abschnitt 4 bietet schlussendlich eine Zusammenfassung der wichtigsten Ergebnisse.  


Art der Publikation Studie
Datum / Jahr 2014
Erscheinungsort Wien
HerausgeberIn Kammer für Arbeiter und Angestellte für Wien
AutorIn Michael Soder
Seitenzahl 32 S.
ISBN 978-3-7063-0487-0

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