Publikation

AK Policy Paper: Arbeitsplatz­effekte

Wie sich Digitalisierung auf den Arbeitsmarkt auswirkt, ist eine Frage der politischen Gestaltung.

Die Wissenschaft sieht für den Arbeitsmarkt vor allem zwei Gefahren: Die Polarisierung zwischen hoch- und gering qualifizierten bzw. sicheren und prekären Arbeitsverhältnissen, bei gleichzeitigem Wegfall von Tätigkeiten im mittleren Bereich. Und negative Beschäftigungseffekte im gering bis mittelqualifizierten Bereich.

Durch fortschrittliche Maßnahmen wie Arbeitszeitverkürzung, die politische Gestaltung neuer Arbeitsformen, den Ausbau eines inklusiven Sozialstaates und gezielte Aus- und Weiterbildungsmaßnahmen kann man negative Effekte für Betroffen und die Gesellschaft abfedern.

Damit Digitalisierung positive Effekte für die Beschäftigte bringt, müssen sie an den Produktivitätsgewinnen beteiligt und die Chancen des Strukturwandels zur Schaffung guter Arbeitsbedingungen genutzt werden.

Sollte menschliche Erwerbsarbeit in Zukunft tatsächlich vermehrt automatisiert werden, wird unser wichtigstes ökonomisches Problem mehr denn je eine Verteilungsfrage sein.

Arbeiter am Fließband kontrolliert Plastikflasche © duskojovic, Fotolia.com

Art der Publikation:
Positionspapier

Erscheinungsort:
Wien

AutorenInnen:
Sylvia Kuba

Seitenanzahl:
5

HerausgeberIn:
Arbeiterkammer Wien

Datum/Jahr:
April 2017