Schulkinder mit Masken © Halfpoint, adobe.stock.com
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7.1.2022

Wird Bildung an die Wand gefahren?

„Wieder einmal hat die Bundesregierung wertvolle Zeit verstreichen lassen. Schulen sind wieder nicht auf die Corona-Situation vorbereitet, es gibt keine nachhaltigen Lösungen“, kritisiert AK Präsidentin Renate Anderl die erneut fehlende Vorbereitung der Schulen auf die kommenden Wochen. 

Zwar wurde eine Teststrategie geschaffen, aber wie mit Lernrückständen oder der psychischen Gesundheit der Kinder umgegangen werden soll, bleibt einmal mehr unklar. Auch die personelle Situation bleibt prekär. „Es scheint, dass Bildung an die Omikron-Wand gefahren wird!“

Bildungslücken haben sich in der Pandemie massiv verschärft 

Befragungen - wie etwa die Schulkostenstudie der AK - haben ganz klar gezeigt, dass sich bestehende Bildungslücken in der Pandemie massiv verschärft haben und die Schüler:innen zu wenig Unterstützung bekommen haben.

„Wann kümmert sich der Unterrichtsminister endlich ums Lernen?“ zeigt sich Anderl besorgt. „Wie viele Wellen müssen noch kommen, bevor unsere Schulen und unser Bildungssystem endlich krisenfit werden? Wir haben schon im Sommer 2020 verlangt, dass Unterricht nach verschiedenen Szenarien geplant werden muss, um auf aktuelle Infektionslagen zu reagieren. Passiert ist rein gar nichts. Die hohe Zahl von Kindern, die im Bildungssystem während der Pandemie verloren gegangen ist, ist höchst alarmierend!“

Mehr Personal und Plan gegen Bildungslücken notwendig

LehrerInnen und Schulleitungen müssen vom bürokratischen Abwickeln entlastet werden. Nur so können sie sich wieder dem Lernen an den Schulen widmen. Die AK fordert neben zusätzlichen Administrativkräften an den Schulen zur Unterstützung bei den Testungen einen umfassenden Plan zur Schließung von Lernrückständen und Bildungslücken vom Bildungsminister.

Anderl: „Statt den Ausnahmestatus permanent festzuschreiben ist es höchste Zeit, endlich an die neue Situation angepasste Lösungen zu entwickeln und zu handeln – auch für Berufsschulen und die Elementarpädagogik. Dafür muss die Bundesregierung natürlich auch ausreichend Mittel zur Verfügung stellen.“

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