23.8.2017
Drucken
Zu Merkzettel hinzufügen

Kaske: Wer die AK schwächen will, trifft in Wahrheit die "kleinen Leute"

„Wer die Pflichtmitgliedschaft in der Arbeiterkammer abschaffen will, schwächt alle Beschäftigten. Aber ganz besonders Menschen, die nur ein kleines Einkommen haben, wären die Opfer einer solchen Politik“, sagt AK Präsident Rudi Kaske zu den Vorschlägen, die Pflichtmitgliedschaft abzuschaffen oder die Kammerbeiträge zu halbieren. Über 800.000 AK Mitglieder zahlen keine AK Beiträge, weil sie nur ein kleines Einkommen haben.  „Das sind Menschen, die sich oft keinen Rechtsanwalt leisten könnten, wenn sie um ihr hart verdientes Geld oder ihre Rechte kämpfen müssen“, so Kaske.  Ohne Pflichtmitgliedschaft in den Kammern gibt es keine allgemein verbindlichen Kollektivverträge. Sind Betriebe nicht länger Mitglied bei der Wirtschaftskammer, gilt für ihre Beschäftigten kein Kollektivvertrag. „Wer die Pflichtmitgliedschaft angreift, rüttelt an der Sozialpartnerschaft, einem nach wie vor gut funktionierenden Lohn- und Sozialsystem, um das uns Europa beneidet. Wer für die Arbeitnehmer ist, kann nicht gegen die Arbeiterkammer sein“, so Kaske weiter.  

Die Pflichtmitgliedschaft in den Kammern sichert die hohe Kollektivvertragsabdeckung von nahezu 98 Prozent. Das bringt für Millionen Beschäftigten in Österreich faire Bezahlung und kollektivvertraglich abgesicherte Rechte. Zum Vergleich: In Deutschland liegt die Kollektivvertragsabdeckung nur bei 58 Prozent. Dort gibt es einen viel größeren Niedriglohnsektor als bei uns.  

Zwei Millionen Mal im Jahr werden die AK Mitglieder in den Arbeiterkammern beraten. Insgesamt holten die Kammern im Jahr 2016 über 532 Millionen Euro für ihre Mitglieder dabei heraus, mehr als sie an Beiträgen einnehmen. Der durchschnittliche AK-Mitgliedsbeitrag beträgt genau 6,91 Euro netto im Monat. Diese solidarischen Mitgliedsbeiträge werden gebraucht, um die Leistungen der AK in der Beratung, im Rechtsschutz, bei Firmeninsolvenzen und im Konsumentenschutz zu finanzieren. „Wer diese solidarische Schutzgemeinschaft für die Beschäftigten angreift, setzt ein hohes Gut aufs Spiel, das die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer zu schätzen wissen“, warnt Kaske. „Verantwortungsvolle Politik im Sinne der Beschäftigten sieht anders aus.“

      Facebook-Funktion aktivieren

      Drucken
      Zu Merkzettel hinzufügen
      TeilenZu Merkzettel hinzufügen

      Verwandte Links

      Zum Seitenanfang
      Um Ihnen den bestmöglichen Service zu bieten, speichert diese Website Informationen über Ihren Besuch in sogenannten Cookies. Durch die Nutzung dieser Webseite erklären Sie sich mit der Verwendung von Cookies einverstanden. Weitere Informationen über Cookies, sowie welche Daten wir wie lange speichern, finden Sie in unserer Datenschutzerklärung. Dort können Sie auch der Verwendung von Cookies widersprechen und die Browsereinstellungen entsprechend anpassen.
      Diese Website verwendet Cookies. Durch die Nutzung erklären Sie sich mit der Verwendung von Cookies einverstanden. Weitere Informationen dazu sowie welche Daten wir wie lange speichern, finden Sie in unserer Datenschutzerklärung. Dort können Sie auch der Verwendung von Cookies widersprechen.
      OK