25.9.2019

Thomas Cook: Was ArbeitnehmerInnen beachten müssen

Nach der Insolvenz über den britischen Reisveranstalter müssen rund 60 Arbeitskräfte in Österreich nun die Insolvenz der Thomas Cook Austria AG befürchten. AK Präsidentin Renate Anderl sagt: „Das ist eine schwierige Situation für die Betroffenen, die AK unterstützt die ArbeitnehmerInnen. Sobald Art und Zeit der Insolvenzeröffnung fix sind, wird die Arbeiterkammer Informationstermine anbieten.“

Ansprüche sind durch Insolvenz-Entgelt-Fonds gesichert

Die Arbeiterkammer wird, sobald die Insolvenz eröffnet ist, in Absprache mit dem Insolvenzverwalter und dem Unternehmen Belegschaftsversammlungen organisieren, um die MitarbeiterInnen zu informieren, was die Insolvenzeröffnung für die Arbeitsverhältnisse bedeutet und was nun zu tun ist. 

„Wichtig für die Beschäftigten ist, trotz der Unklarheiten vor der Insolvenzeröffnung Ruhe zu bewahren“, so die AK Präsidentin. „Durch die Insolvenz wird das Arbeitsverhältnis nicht automatisch beendet. Das Arbeitsverhältnis läuft also weiter. Die Ansprüche sind durch den Insolvenz-Entgelt-Fonds gesichert.“ 

Die AK unterstützt die ArbeitnehmerInnen

Offene Ansprüche, wie z.B. Gehälter, nicht verbrauchter Urlaub, Sonderzahlungen, eine Abfertigung nach altem Recht oder eine Kündigungsentschädigung sind gesichert. Alle Ansprüche, die mit der Insolvenz oder der späteren Beendigung fällig werden, müssen beim Handelsgericht und beim Insolvenz-Entgelt-Fonds geltend gemacht werden. Die AK setzt sich dafür ein, dass die Prüfung der offenen Forderungen in diesen Verfahren rasch erfolgt und Insolvenz-Entgelt ausbezahlt werden kann. 

Die AK hilft den MitarbeiterInnen durch Beratung und Berechnung der Ansprüche. Bei der Durchsetzung der Forderungen können die ArbeitnehmerInnen vom ISA (Insolvenzschutzverband für ArbeitnehmerInnen), einem gemeinsamen Verein von AK und Gewerkschaften, vertreten werden. Die Vertretung durch den ISA ist für die ArbeitnehmerInnen kostenlos.