30.7.2020

Anderl: Risikogruppen weiter schützen, Angehörige auch erfassen

Mit 31. Juli endet die Verordnung des Gesundheitsministeriums bezüglich der Corona-Risikogruppen. „Aktuell wird diese Verordnung monatlich verlängert, das sorgt jedes Monat neu für Verunsicherung“, kritisiert AK Präsidentin Renate Anderl. „Eine Verlängerung bis Jahresende, zumindest aber für die nächsten drei Monate, wäre sinnvoll. Das gibt sowohl den ArbeitnehmerInnen als auch den Betrieben größere Planungssicherheit.“

Verordnung für mehrere Monate verlängern

„Ab Monatsmitte fragen Beschäftigte bei uns nach, ob die Regelung auch im kommenden Monat gelten wird“, berichtet Anderl aus der Beratungstätigkeit der Arbeiterkammer. Auch die Betriebe brauchen Sicherheit: Arbeitgeber müssen Dienstpläne 14 Tage im Voraus erstellen, derzeit planen sie die Risikopersonen ein, weil sie nicht wissen, ob die Verordnung dann noch gilt. „Das ist für alle Seiten total unbefriedigend – und ganz leicht zu lösen: mit der rechtzeitigen und längerfristigen Verlängerung der Verordnung“, so Anderl.

Regelung für Angehörige von Risiko-Personen!

Anderl fordert außerdem, dass es endlich zu einer Regelung für Angehörige von Risiko-Personen kommt – derzeit gilt die Freistellungsmöglichkeit nur für beschäftigte Risiko-Personen selbst. Anderl: „Das bringt wenig, wenn andere Haushaltsangehörige täglich außer Haus müssen und das Virus womöglich nach Hause bringen. Hier braucht es eine sinnvolle Lösung.“