2.1.2018
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Arbeitsmarkt: Regierung vergibt mit Aktion 20.000 Riesenchance

Die gute wirtschaftliche Lage könnte genutzt werden, um die Arbeitslosigkeit langfristig abzubauen – wenn gleichzeitig arbeitsmarktpolitische Maßnahmen für Menschen ergriffen werden, die es schwer am Arbeitsmarkt haben. „Dass die Regierung die Aktion 20.000 jetzt abschafft, ist kurzsichtig. Damit vergibt die Regierung eine Riesenchance die Arbeitslosigkeit auch für Menschen, die von den Unternehmen wegen ihres Alters nicht mehr beschäftigt werden, zu senken“, sagt AK Wien Vizepräsident Willibald Steinkellner. Das zeigen auch die aktuellen Arbeitsmarktdaten: Die Langzeitarbeitslosigkeit bei den Menschen über 50 Jahre sinkt trotz der deutlich steigenden Beschäftigung nach wie vor nicht, die Altersarbeitslosigkeit insgesamt nur deutlich unter dem Durchschnitt der allgemeinen Arbeitslosigkeit. „Die Aktion 20.000 müsste ausgeweitet werden, statt abgeschafft“, sagt AK Vize Steinkellner.

Abzuwarten bleibt, was hinter der Ankündigung steckt, die Mittel für den Beschäftigungsbonus und die Aktion 20.000 in Qualifizierungsmaßnahmen zu stecken. „Die 2 Milliarden Euro, die für den Beschäftigungsbonus vorgesehen waren in Zeiten der Hochkonjunktur statt in eine Unternehmensförderung in die Qualifizierung der Menschen zu stecken, wäre tatsächlich sinnvoll“, sagt Steinkellner. „Die AK fordert das Geld in Richtung Ausbau des Fachkräftestipendiums und Schaffung eines Qualifizierungsgeldes zu stecken. Das wäre eine wichtige Maßnahme, um die Menschen für die Digitalisierung auszurüsten.“ Im Regierungsprogramm steht allerdings, das Fachkräftestipendium müsse „geprüft“ werden. „Bedeutet prüfen wie im Fall der Aktion 20.000 abschaffen? Das wäre sehr kurzsichtig“, so Steinkellner.

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