Sonderbetreuungszeit: Wichtiger Beitrag für mehr Sicherheit für Eltern

Die Corona-Krise hat bereits im Frühjahr Eltern vor große Herausforderungen gestellt, der neuerliche Lockdown hat Eltern ein weiteres Mal sehr verunsichert.

„Ich bin sehr froh darüber, dass im Nationalrat der Rechtsanspruch auf Sonderbetreuungszeit beschlossen wird. Das gibt Sicherheit und beendet die unhaltbare Situation, dass Eltern vom guten Willen der Unternehmen abhängig sind“, sagt AK Präsidentin Renate Anderl.

Massive Betreuungsprobleme im Frühjahr 

„Die Arbeiterkammer hat im Herbst eine Befragung unter Eltern durchgeführt, der Großteil hat angegeben, bereits im Frühjahr massive Betreuungsprobleme angesichts der Schulschließungen gehabt zu haben“, berichtet Anderl. Viele Eltern hätten auch angegeben, bei erneuten Schulschließungen wieder massive Probleme mit der Betreuung zu haben. Eltern haben ihre Urlaube vielfach schon aufgebraucht, und bei der Sonderbetreuungszeit sei man derzeit vom guten Willen des Arbeitgebers abhängig. Viele hätten Angst um ihre Arbeitsplätze, wenn sie wegen Kinderbetreuung ausfallen.

Anderl appelliert, Schulen offen zu halten

„Wenn die Bundesregierung daran denkt, alle Schulen zu schließen – was ich überhaupt nicht hoffe, dann muss gewährleistet sein, dass die Kinder gut betreut werden“, sagt Anderl. „Das geht nicht, wenn die Eltern vom guten Willen der Arbeitgeber abhängig sind. Das geht auch nicht, wenn Eltern im Homeoffice arbeiten. Deshalb ist ein Rechtsanspruch auf Betreuungszeit in dieser Zeit die einzig sinnvolle und gerechte Lösung. Ich begrüße daher sehr, dass die Bundesregierung unseren Appell gehört hat und nun den Eltern mit der Sonderbetreuungszeit Sicherheit gibt.“

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