9.3.2018
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Österreich lässt 30 Mio. Euro auf Straße liegen

"Noch einmal nachrechnen bei der geplanten neuen Mauttarifverordnung für Lkws“, fordert AK Direktor Christoph Klein vom Verkehrsminister. Der Entwurf regelt die Lkw-Durchfahrt durch den Karawankentunnel neu. Die AK kritisiert: Die bisher bestehende Begünstigung ausländischer Frächter und des Lkw-Transits bleibt auch in der neuen Verordnung bestehen. Damit wird so genannten Euro 6-Lkws weiter ein Abschlag von 20 Millionen Euro beim Infrastrukturtarif und nochmal von 10 Millionen Euro beim Mautzuschlag für Luftverschmutzung gewährt. Aber gerade diese Lkws fahren auf den Transitkorridoren. „Da werden rund 30 Millionen Euro verschenkt, die dringend für die Instandhaltung der Autobahnen gebraucht werden. Und das obwohl der Minister künftig bei Infrastrukturmaßnahmen laut Presseberichten rund 300 Millionen kürzen will “, so Klein. Von dem Abschlag würden vor allem Lkw von Frächtern aus dem Ausland profitieren. Rund 60 Prozent der Lkw-Mauteinnahmen auf der Autobahn kommen von Firmen mit ausländischem Kennzeichen.

Die Mautabschläge können auch nicht mehr als Anreiz zur Investition in umweltfreundliche Technologien begründet werden. Da der Großteil der betroffenen Frächter aus dem Ausland kommt, wird die vergleichsweise kleine österreichische Transitstrecke kaum Umstiege von alten Lkws auf Euro 6-Fahrzeuge auslösen. Auch in Österreich gibt es keine relevante Anreizwirkung: Schon seit 2014 müssen alle neuen Lkw die umweltfreundlicheren Euro 6-Standards erfüllen.

Inzwischen werden rund 66 Prozent aller Lkw-Kilometer im ASFINAG-Netz von Euro 6-Lkws gefahren. Außerdem verursachen selbst Lkw mit den umweltfreundlichsten Abgaswerten noch jede Menge Luftverschmutzung durch Feinstaub, etwa durch Bremsabrieb und Staubaufwirbelung. Über 70 Prozent der Luftbelastung beim Lkw kommt nicht aus dem Auspuff. Das macht neben Stau und Lärm einen großen Anteil der Belastung für die transit-geplagten Menschen aus, die in Autobahnnähe leben. 

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