17.11.2017

AK begrüßt Anpassung der Ökostromfördertarife

Die von Wirtschaftsminister Harald Mahrer vorgelegte Ökostrom-Einspeisetarifverordnung sieht eine Anpassung der Fördertarife vor. Die Senkung der Fördertarife für Strom aus Windkraftanlagen (von 8,95 Cent/kWh auf 7,88 Cent/kWh) und Biogasanlagen (18,48 Cent/kWh auf 17,14 Cent/kWh) wird von der AK ausdrücklich begrüßt. „Die Fördertarife waren bisher stark überhöht und damit ineffizient. Das führte dazu, dass das Geld nicht ausreichte, um alle eingereichten Projekte zu fördern!“, so AK Energie-Experte Josef Thoman. Mit den gesenkten Tarifen können mit einem Fördereuro nun mehr Kilowattstunden Ökostrom produziert werden als bisher. 

Für die AK ist das ein Erfolg, hatte die AK in der Vergangenheit doch stets gefordert, dass die Anlagenbetreiber ihre Kosten gegenüber der Regulierungsbehörde offenlegen müssen. Seit der im Juni dieses Jahres beschlossenen Ökostromgesetznovelle ist dies nun möglich. „Statt dem Daumen-mal-Pi-Prinzip können nun endlich effiziente Tarife festgelegt werden“, so AK Energie-Experte Josef Thoman. 

Dass die Fördertarife für Strom aus Photovoltaikanlagen nicht angepasst wurden, kann Thoman hingegen nicht nachvollziehen. „Höhere Tarife führen dazu, dass deutlich weniger Anlagen gefördert werden können. Das ist nicht nur ungerecht, sondern vor allem auch klimapolitisch kontraproduktiv“, sagt AK Energie-Experte Josef Thoman. 

Dass Spielraum besteht, die Tarife zu senken, zeigen die Erfahrungen aus den vergangenen Jahren. Das Förderbudget war stets nach wenigen Minuten ausgeschöpft. Aber auch der internationale Trend zeigt: Die Fördertarife sinken sukzessive.