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Telefonieren & Surfen im Weihnachtsurlaub können ein teurer Spaß werden

In den Weihnachtsferien ab ins Warme oder vielleicht doch Ski fahren? Wer aus einem Nicht-EU-Urlaubsland anruft und Neujahrsgrüße übermittelt, für den kann die Rechnung teuer werden. KonsumentInnen sollten sich daher bei ihrem Anbieter erkundigen: Roamingpreise sind teilweise für Wertkarten günstiger als für Vertragstarife. Überdies gibt es Sondertarife für die Urlaubszeit. Die AK hat die Handy-Telefonkosten für die Urlaubsländer Thailand, Vereinigte Arabische Emirate, Dominikanische Republik, Italien, Spanien und Schweiz bei neun Anbietern erhoben.  

Vergleich Roamingtarife

Die AK hat für ausgewählte Urlaubsländer während der Weihnachtsferien die Roamingpreise geprüft und zwar bei A1, Bob, Red Bull Mobile, T-Mobile, Drei, Tele.Ring, Yesss, Ge-org und S-Budget. Ergebnis: Innerhalb der EU-Länder orientieren sich die Roamingpreise von Vertrags- und Wertkartentarifen an den von der EU verordneten Höchstpreisen. Wer aus Spanien oder Italien nach Hause anruft, zahlt 0,288 Euro pro Minute. Wer angerufen wird, muss mit Passivkosten von 0,084 Euro pro Minute rechnen. SMS kosten 0,096 Euro.

Was kostet Telefonieren in Nicht-EU-Ländern? (Preise in Euro/Minute)

Land      

Anrufe
Erhaltene Anrufe
SMS
Schweiz
0,70 bis 1,99
0,40 bis 0,99
0,25 bis 0,49
Dom. Rep.
1,50 bis 4,60
0,90 bis 2,40
0,30 bis 0,84
Thailand
1,50 bis 4,60
0,90 bis 2,15
0,30 bis 0,60
Arab. Emirate
1,99 bis 4,60 
1,00 bis 2,15
0,35 bis 0,60

Die Preisunterschiede in den einzelnen untersuchten Nicht-EU-Ländern sind groß. Die Roamingpreise für Wertkarten sind teilweise sogar günstiger als jene für Vertragstarife, etwa Bob in Thailand und der Schweiz oder A1 in der Schweiz. Auffällig: Bei A1 und Drei gibt es unterschiedliche Roamingpreise in den untersuchten Nicht-EU-Staaten – das hängt vom Anmeldedatum des Vertrages ab.   

Viele Sondertarife

Es gibt auch zahlreiche Sondertarife für Europa, zeigt der AK Test. So bieten zum Beispiel A1, T-Mobile und Drei vorausgekaufte Gesprächsminuten an. Oder: Die Betreiber bieten Zusatzpakete mit monatlichen Zusatzkosten und inkludierten monatlichen Freiminuten an, etwa bei A1, T-Mobile oder Drei. Oder: Es gibt Tarifoptionen (A1, T-Mobile), bei denen vergünstigte Aktivgebühren und keine Passivgebühren anfallen, wobei bei jedem erfolgten Gesprächsaufbau 90 Cent verrechnet werden.

Surfen im Urlaub

Wer Fotos aus dem Weihnachtsurlaub verschickt, sollte trotzdem vorsichtig sein: UrlauberInnen sind zwar generell vor Rechnungsschocks mit einer Kostenobergrenze von 60 Euro geschützt. Aber: Wer ausgiebig surft oder großzügig Fotos mit Grüßen verschickt, kann in der EU das Surf-Limit erreichen. Aus einem Nicht-EU-Land geht das schneller. In Thailand etwa zahlt man im schlimmsten Fall bis zu knapp 21 Euro für ein Megabyte. Das zeigt ein AK Preismonitor in sechs ausgewählten Urlaubsländern (Internetkosten bei A1, Bob, Red Bull Mobile, T-Mobile, Drei, Tele.Ring, Ge-org und S-Budget in den Urlaubsländern Schweiz, Italien, Spanien, Vereinigte Arabische Emirate, Thailand und Dominikanische Republik).

Teures Megabyte im Nicht-EU-Ausland

In Nicht-EU-Urlaubsländern kann es richtig teuer werden: Im Extremfall kann das Megabyte bis zu 20,80 Euro kosten, etwa in Thailand. Ein Verbrauch von 200 Megabyte in Thailand würde bis zu horrende 4.160 Euro ausmachen. In Drittländern müssen UrlauberInnen laut EU-Roamingverordnung 2012 nun per SMS Preisinfos erhalten. Auch eine Verbrauchsinfo bei 80 Prozent und eine Sperre bei Erreichen des Höchstbetrages von rund 60 Euro sind außerhalb der EU-Pflicht (Ausnahme, wenn im Drittland keine Echtzeitverrechnung unterstützt wird, muss der Anbieter bei der Einreise darüber informieren).

Zum Vergleich

Im Inland kostet Surfen und Mailen zwischen zwei und 35 Cent pro Megabyte, wenn das Datenpauschale überschritten wurde. Häufig wird jedoch im Inland die Datengeschwindigkeit bei Überschreitung gedrosselt.

Zahlreiche Roamingdatenpakete

Fürs Surfen gibt es auch zahlreiche spezielle Roamingdatenpakete. Die AK rät hier zur Vorsicht: Nach Überschreiten des inkludierten Datenpauschales wird der Mehrtransfer zum Normaltarif verrechnet. Ebenso sind diese Pakete meist nur für EU-Länder oder ausgewählte europäische Länder gültig.      

So entgehen Sie Kostenfallen
  • Vorab informieren: Meist sind die Preise in den untersuchten Urlaubsländern netzunabhängig. Vorsorglich beim Anbieter anrufen, das schafft Klarheit. 

  • Das Handy läutet, das bedeutet zahlen: Der Anrufer aus Österreich zahlt nur den österreichischen Tarif für Gespräche ins Mobilnetz. Der Angerufene zahlt Gebühren für die Weiterleitung des Anrufs von Österreich in den Urlaubsort (Passivgebühr). T-Mobile, A1, Bob, Red Bull Mobile, Drei, Tele.Ring, Yesss, Ge-org und S-Budget verrechnen im Privatkundentarif in den untersuchten Urlaubsländern Passivgebühren von 0,084 bis 2,40 Euro pro Minute. Am teuersten sind die Passivgebühren meist bei Wertkartenhandys – Ausnahme Bob und teilweise A1. 

  • Roaming-Aufschlag bedenken: Wer nach Hause anruft, zahlt den Tarif des ausländischen Netzbetreibers samt Roaming-Aufschlag. Callings nach Hause kosten in den untersuchten Ländern 0,288 bis 4,60 Euro pro Minute. 

  • SMSen statt telefonieren: In den untersuchten Nicht-EU-Ländern – Thailand, Vereinigte Arabische Emirate, Dominikanische Republik und Schweiz – können sich UrlauberInnen einiges ersparen, wenn sie SMSen statt zu telefonieren.

  • Gibt's ein passendes Paket für mich? Manche Anbieter offerieren spezielle Roamingpakete, etwa A1, T-Mobile und Drei in einigen der untersuchten Ländern. Bei vorausgekauften Gesprächsminuten müssen NutzerInnen auf die beschränkte Verbrauchsdauer aufpassen. Für Aktivrufe können die Angebote eine günstige Alternative sein – sofern die Einheiten rechtzeitig restlos verbraucht werden. Zusatzpakete mit monatlichen Zusatzkosten sind weniger auf die Bedürfnisse von Durchschnitts-UrlauberInnen zugeschnitten: Sie müssen beispielsweise extra abgemeldet werden, damit sie nicht weiterlaufen. Achtung: Bei Telefonaten im Ausland können in der Regel die in Österreich gültigen Freiminuten nicht genutzt werden.

  • Achtung, Kostenfalle Mobilbox: Wer im Urlaubsdomizil seine Mobilbox abhören will, zahlt meist genau so viel wie bei einem Gespräch nach Österreich. Ist das Handy so programmiert, dass der Anruf auf die Box geht, fallen sogar doppelte Kosten an – einerseits für den Anruf ins Reiseland, anderseits für die Rückleitung des fehlgeschlagenen Anrufs auf die Mobilbox in Österreich. Um die Kostenfalle zu meiden: Mobilbox ganz abschalten.

Frankfurter Liste

Wie Sie bei einer verpatzten Reise die Preisminderung berechnen. Die Frankfurter Tabelle gibt eine Orientierungshilfe bei der Berechnung.

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