17.2.2017
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Kaske: Mindestlöhne stützen die Wirtschaft!

„Wie das Amen im Gebet tauchen nun überall sogenannte Studien auf, die Horror-Szenarien zum Mindestlohn malen. Dass diese von industrienahen Think Tanks kommen, überrascht wenig“, sagt AK Präsident Rudi Kaske zu einer zehnseitigen „Studie“ der Agenda Austria. Doch Fakt ist: Mindestlöhne kommen der Wirtschaft zugute, weil das Mehr an Einkommen sofort in den privaten Konsum fließt. Und: In Deutschland hat die Einführung des Mindestlohns zu keinem Rückgang der Arbeitsplätze geführt.

Derzeit verdienen in Österreich 138.000 Menschen, die einer Vollzeitbeschäftigung nachgehen, weniger als 1.500 Euro brutto. Dazu kommen mehr als 160.000 Teilzeit-Beschäftigte. „Die Zahlen des Agenda-Austria-Berichts können wir nicht nachvollziehen und uns auch nicht erklären“, sagt Kaske. 

Deutsche Arbeitslosigkeit auf Rekordtief

Zudem erinnert die Studie an die Prognosen, die Professor Sinn vom Ifo-Institut in Deutschland vor der Einführung des dortigen Mindestlohn zum 1. Jänner 2015 gemacht hat: Er erwartete damals einen Verlust von 900.000 Arbeitsplätzen. Tatsächlich hatte der Mindestlohn keine negativen Beschäftigungseffekte, und die deutsche Arbeitslosigkeit liegt heute auf einem Rekordtief. Das ist auch darauf zurückzuführen, dass mit der Anhebung der Löhne seit 2015 die private Konsumnachfrage zu einem Wachstumsmotor in Deutschland wurde. 

Wirtschaft profitiert

Gerade im unteren Einkommensbereich fließt der Großteil des höheren Gehalts sofort in den Konsum. Kaske: „Konkret werden von 100 Euro mehr 80 Euro sofort wieder ausgegeben. Die Wirtschaft profitiert also unmittelbar von einem höheren Mindestlohn.“

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