4.1.2021

Massenarbeitslosigkeit wirksam bekämpfen

„Die aktuellen Arbeitslosenzahlen sind mehr als nur erschreckend. 521.000 Menschen sind mittlerweile ohne Beschäftigung, das ist ein Höchstwert der alle Alarmglocken schrillen lässt“, zeigt sich AK Präsidentin Renate Anderl angesichts der aktuellen Arbeitsmarktdaten besorgt. „Die Corona-Krise hat zu einem deutlichen Beschäftigungseinbruch geführt.“ 

Regierung muss für mehr Beschäftigung sorgen 

Mit Arbeitslosigkeit sind ein hohes Armutsrisiko sowie hohe Gesundheitsgefährdung verbunden. Zuletzt war fast ein Drittel der Arbeitslosen mehr als zwölf Monate ohne Beschäftigung, mit stark steigender Tendenz. Besteht Arbeitslosigkeit einmal länger, ist sie nur schwer zu reduzieren. Anderl: „Die Regierung ist gefordert, im neuen Jahr ihren Worten auch Taten folgen zu lassen. Alleine auf Ausbildung von Arbeitslosen zu setzen, ist zu wenig. Die Regierung muss für mehr Beschäftigung sorgen, damit die Arbeitslosigkeit wieder sinken kann.“

Höheres Arbeitslosengeld und öffentliche Beschäftigung forcieren

Dem Wachsen der Langzeitarbeitslosigkeit einfach zuschauen, kostet auf Dauer mehr, als rasch handeln. Es braucht neben einem höheren Arbeitslosengeld eine Jobgarantie für diejenigen, die auf dem Arbeitsmarkt so gut wie keine Chance mehr haben. 

Die Corona-Krise hat auch gezeigt, wie wichtig gut funktionierende öffentliche Dienstleistungen sind. Sie hat auch einen entscheidenden Mangel in all diesen Bereichen aufgedeckt: Es fehlt an Personal, in den Pflegeheimen, den Spitälern, den Gesundheitsbehörden, dem AMS, den Schulen. Die öffentliche Hand muss in diesen Bereichen als Arbeitgeber wieder aktiv werden, Arbeitslosen eine Perspektive auf gute Beschäftigung geben und für auch in einer Krise klaglos funktionierende soziale Dienste und staatliche Verwaltung sorgen. Anderl: „Herausinvestieren aus der Krise heißt Beschäftigung in diesen öffentlichen Diensten zu schaffen und auszubauen.“