17.7.2019

Lkw-Maut zurück auf den Prüfstand

„Die neue Lkw-Maut­ver­ordnung muss zurück auf den Prüf­stand“, fordert die Leiterin der AK Abteilung Umwelt und Verkehr, Sylvia Leodolter. Auch in der neuen Lkw-Maut­ver­ordnung bleibt die bestehende Begünstigung, vor allem ausländischer Frächter und des Lkw-Transits, bestehen. Denn über zwei Drittel des Lkw-Güter­verkehrs, der durch Österreich rollt, wird von Firmen aus dem Ausland betrieben.

„Das ist eine indirekte Förderung aus­ländischer Unter­nehmen mit österreichischen Steuer­geldern und eine Förderung des zur Recht umstrittenen Lkw-Transit­verkehrs“, sagt Leodolter. Die Einnahmen aus der Maut könnten indirekt zur Finanzierung von sozial­verträglichen Maß­nahmen im Klima­schutz verwendet werden. Der Lkw-Maut-Abschlag verschlechtert die Wett­bewerbssituation für die Schiene. „Wirklicher Klima­schutz heißt mehr Güter­transport auf die Schiene verlagern. Damit hätten wir auch weniger Probleme mit Transit-Lkw, etwa am Brenner“, so Leodolter.  

Denn auch Lkw mit den umwelt­freundlichsten Abgas­werten der Euro 6 Norm verursachten jede Menge Luft­ver­schmutzung, vor allem durch Feinstaub, etwa durch Brems­abrieb und Staub­auf­wirbelung. Über 70 Prozent der Luft­belastung beim Lkw kommt nicht aus dem Aus­puff. „Das macht neben Stau und Lärm einen großen Anteil der Belastung für die transit­geplagten Menschen aus, die in Auto­bahn­nähe leben“, sagt Leodolter.