Schülerin © pololia, stock.adobe.com
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21.3.2022

Konkrete Pläne in der Bildungspolitik überfällig

„Wir brauchen jetzt endlich umfassende Pläne zur Entlastung unseres Bildungssystems“, sagt Ilkim Erdost, Bereichsleiterin für Bildung in der Arbeiterkammer, zum Auftritt des Bildungsministers in der ORF-Pressestunde. 

Es fehlt der Plan, wie die SchülerInnen und die Eltern aus der Corona-Krise in den Schulen herauskommen: „Das kann nicht allein durch den Gesundheitsminister gelöst werden, da brauchen wir generell Maßnahmen, wie die Lernrückstände aus den Schul-Lockdowns aufgeholt werden können, vor allem eine neue Schulfinanzierung nach Chancenindex zur Förderung von Kindern, denen daheim nicht beim Lernen geholfen werden kann.“

Es gibt offensichtlich auch nur ansatzweise Überlegungen, wie geflüchtete Kinder und Jugendliche aus der Ukraine rasch und gut ins Bildungssystem integriert werden. Erdost: „Dafür braucht es Berechnungen, mit wie vielen SchülerInnen rechnet das Ministerium? Denn neben der schnellen Akuthilfe braucht es jetzt die frühzeitige Planung für nachhaltige Integration im Herbst.“ 

Ebenso kritisiert Erdost, dass der Bildungsminister nicht mehr Verantwortung für die Elementarpädogik übernehmen will: „Die Pädagoginnen und Pädagogen im Kindergarten sind derzeit enorm gefordert. Da muss der Bund schnell für zusätzliche Beschäftigte zahlen, und wir brauchen dringend eine Milliarde Euro pro Jahr zusätzlich für den Ausbau der Kinderbildung.“

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