31.5.2019

In den Klimaschutz investieren, statt 6,6 Milliarden Strafzahlungen riskieren!

„Tausende Schüler­innen und Schüler fordern auf den Freitags-Demonstrationen, zu Recht rasche Maß­nahmen, um das Klima zu schützen“, sagt AK Präsidentin Renate Anderl anlässlich des weltweiten Aktions­tages „fridays for future“.

Investitions­schub für den Klimas­chutz!

Ein Umdenken wäre gar nicht so schwer. „Wir wissen längst, dass Geld, das in den Klima­schutz investiert wird, gut angelegt ist“, so die AK Präsidentin.  Angesichts möglicher Straf­zahlungen von bis zu 6,6 Milliarden Euro für nicht eingehaltene Klima­ziele fordert sie einen Investitions­schub für den Klimaschutz, insbesondere beim Ausbau der Öffis: „Wir müssen in den Klimaschutz investieren, statt Straf­zahlungen zu riskieren.“

Die AK-Umfragen unter Menschen, die täglich zur Arbeit pendeln, zeigen eindeutig: Mehr und kosten­günstige Bahn- und Bus­angebote sind das entscheidende Argument, um vom Auto auf Busse und Bahnen umzusteigen. 

Was mit 6,6 Milliarden Euro finanziert werden könnte 

„Gerade für die erste und die letzte Meile auf dem Weg zur Arbeit und zurück muss es gute und schnelle Lösungen geben“, so Anderl. Die rund 6,6 Milliarden Euro, die als Straf­zahlung drohen, könnten - in die Öffis investiert - einen entscheidenden Beitrag zum Klima­schutz bringen und dabei noch bis zu 60.000 Arbeitsplätze schaffen. Denn mit Investitionen von 6,6 Milliarden Euro könnte man das Angebot des Schienen­nah­verkehrs in Österreich für die nächsten fünf Jahre verdoppeln. 

  • Mit 6,6 Milliarden Euro könnten allein 40.000 neue Zugv­erbindungen im Nah­verkehr finanziert werden. Das wären insgesamt 660 Millionen neue Zug­kilometer.  

  • Mit 6,6 Milliarden Euro könnte man 550 neue Rail­jets oder 190 Kilometer neue S-Bahn-Trassen finanzieren.  

  • Mit 6,6 Milliarden Euro könnten alle 1,4 Millionen Familien mit Kindern für 2,5 Jahre umsonst Bahn­fahren mit einer „Österreich-Card Familie“.  

  • Mit 6,6 Milliarden Euro können 550.000 Photovoltaik-Anlagen (5 Kilowatt bei Höchst­leistung, Gesamt­kosten rund 12.000) verwendet werden.  

  • Mit 6,6 Milliarden Euro könnten rund 300.000 Pellet­heizungen (Gesamt­kosten zwischen 18.000 – 25.000 Euro, Schnitt: 21.500) finanziert werden.