vlnr.: Bundesministerin Brigitte Zarfl, Renate Anderl, Präsidentin der Bundesarbeitskammer © Lisi Specht
vlnr.: Bundesministerin Brigitte Zarfl, Renate Anderl, Präsidentin der Bundesarbeitskammer © Lisi Specht
5.7.2019

Bereits 170.000 in Gesundheitsberufen Beschäftigte erfolgreich registriert

Seit 1. Juli 2018 haben AK und Gesundheit Österreich GmbH in Umsetzung des Gesund­heits­berufe­register-Gesetzes als Behörden rund 170.000 Beschäftigte registriert, gerechnet wurde nur mit etwa 100.000 Personen.

Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in zehn Gesundheitsberufen erhielten im Zuge der Registrierung auch ihren Berufsausweis. Basis dafür ist das Gesund­heits­berufe­register, das erstmals Transparenz und Nach­voll­zieh­bar­keit für Berufs­angehörige, Dienstgeber, Patientinnen und Patienten schafft.

„Mit dem Gesund­heits­berufe­register werden erstmals alle in Österreich berechtigten und tätigen Angehörigen in Gesund­heits­berufen erfasst. Das Gesund­heits­berufe­register gibt den Patientinnen und Patienten damit die Sicherheit, von einer gut ausgebildeten Fachkraft betreut zu werden,“ erklärt Gesund­heits­ministerin Brigitte Zarfl den Vorteil des neuen Gesund­heits­registers. 

„Die Beschäftigten in den Gesund­heits­berufen halten unser Gesund­heits­wesen am Laufen. Der neue Berufsausweis, den sie seit der Registrierung haben, ist ein Zeichen der Wertschätzung und des Respekts gegenüber ihrer Arbeit“, sagt AK Präsidentin Renate Anderl. „Und die PatientInnen wissen durch die Registrierung und den Berufsausweis, dass sie qualifiziert betreut werden. Es ist also eine Win-Win-Situation.“

„Im österreichischen Gesund­heits­berufe­register sind nunmehr ein Jahr nach Inkrafttreten bereits rund 170.000 Berufs­angehörige eingetragen. Damit wurde ein wichtiger Schritt zur Erfassung des vorhandenen Personals im Gesund­heits­wesen gemacht, der langfristig eine genauere Planung der Personalressourcen im Gesund­heits­wesen unterstützt. Zudem dient das öffentlich zugängliche Register auch der Transparenz und der Qualität im Gesund­heits­wesen,“ so der Geschäfts­führer der Gesundheit Österreich GmbH (GÖG) Herwig Ostermann.

Am 1.7.2018 wurde die Registrierung für die Beschäftigten in den Gesund­heits­berufen gestartet. Bis zum 30.6.2019 haben AK und GÖG rund 170.000 Beschäftigte registriert.

Neue Ausweise gab es für jene Berufs­angehörige, die am 1.7.2018 in der Pflege bzw. in gehobenen medizinisch-technischen Diensten tätig waren. Sie hatten bis Ende Juni 2019 Zeit, einen Antrag zu stellen, wenn sie unbürokratisch ihre Berufs­berechtigung behalten wollen. Absolventen und Wiedereinsteiger müssen sich ebenfalls seit 1.7.2018 vor der Aufnahme der Beschäftigung registrieren lassen, auch sie bekommen die Berufs­ausweise.

Die AK übernahm die Registrierung der Angestellten, für überwiegend freiberuflich Tätige war die Gesundheit Österreich GmbH die zuständige Registrierungs­behörde. Die AK war öster­reich­weit in rund 1.300 Betrieben und Schulen, und hat somit die Berufs­angehörigen direkte am Arbeitsort „abgeholt“. Rund 400 geschulten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter haben die Anträge bearbeitet. 

Aus folgenden Gesundheits­berufen haben sich Beschäftige registriert:

  • Gesundheits- und Kranken­pflege­berufe (141.096 Personen):
  • Diplomierte Gesundheits- und Krankenpflegerin und diplomierter Gesundheits- und Krankenpfleger
  • Pflegeassistentin und Pflegeassistent
  • Pflege­fach­assistentin und Pflege­fach­assistent
  • Gehobene medizinisch-technische Dienste (26.852 Personen):
  • Bio­medizinische Analytikerin und Bio­medizinischer Analytiker
  • Diätologin und Diätologe
  • Ergotherapeutin und Ergotherapeut
  • Logopädin und Logopäde
  • Orthoptistin und Orthoptist
  • Physiotherapeutin und Physiotherapeut
  • Radiologie­technologin und Radiologie­technologe 

Register

Alle öffentlichen Daten der im Register eingetragenen Personen sind im öffentlichen Register unter gbr-public.ehealth.gv.at abrufbar. Berufs­angehörige können jederzeit einen Antrag unter Nutzung einer Handy-Signatur oder Bürgerkarte online oder persönlich bei der jeweils zuständigen Registrierungs­behörde stellen. Das Bundes­ministerium für Arbeit, Soziales, Gesundheit und Konsumenten­schutz (BMASGK) stellt die technische Infrastruktur des Gesundheits­berufe­registers zur Verfügung.