4.2.2019

Standortfragen brauchen die Expertise aus Sicht von 3,7 Millionen Arbeitnehmern und Konsumenten

„Wer den Standort Österreich weiterbringen will, muss die Beschäftigen und die Konsumentinnen und Konsumenten von Anfang an angemessen be­teili­gen“, sagt AK Präsidentin Renate Anderl. „Das geht nur mit der Sach­kenntnis von den Arbeiterkammern und den Gewerkschaften. Doch wie jetzt bekannt wurde, sitzen im geplanten Standort­beirat, der die Regierung bei wichtigen Groß­projekten beraten soll, nur Vertreter­Innen der Wirtschaftsseite und der Regierung. „Projekte wie die dritte Piste, der Lobau­tunnel oder eine Hoch­spannungs­leitung wie etwa die 380-kilovolt-Leitung durch Salzburg, gehen aber alle etwas an“, so Anderl. 

Eine ähnliche einseitige Besetzung habe die Regierung schon mit der Digitalisierungs­agentur vorgenommen. „Wer will, dass die ganze Gesellschaft vorankommt, muss auch die ganze Gesellschaft bei der Entwicklung des Landes angemessen beteiligen“, sagte Anderl.

Forderung

Die AK Präsidentin fordert die Regierung auf: „Der geplante Standort­beirat muss zurück an den Start. Die Interessen von 3,7 Millionen Beschäftigten müssen der Regierung gerade bei einer Zukunftsfrage wie der Standort­entwicklung so wichtig sein, dass sie sie miteinbezieht.“