22.10.2018

Anderl: „Digitalisierung muss allen ArbeitnehmerInnen nutzen“

„Der digitale Wandel kann und soll nicht aufgehalten werden, aber er ist keine Naturgewalt, sondern kann gestaltet werden. Für die AK ist es ist von großer Bedeutung, dass dieser Wandel sozial gerecht und wirtschaftlich sinnvoll genutzt wird“, sagte AK Präsidentin Renate Anderl anlässlich der Eröffnung der Europäischen Konferenz zu Arbeit in der digitalen Welt „Digital works for people“.  

Konferenz: Best Practice Beispiele aus aller Welt 

Bei der Konferenz, die am Montag 22. Oktober in Wien abgehalten wurde, gab es Best Practice Beispiele aus Europa und den USA zu sehen. Die Aussteller zeigen kreative und innovative Projekte, wie Digitalisierung dafür genutzt wird, um die Arbeitsbedingungen für alle zu verbessern. 

„Digitalisierung muss allen ArbeitnehmerInnen nutzen. Sie muss so gestaltet sein, dass nicht nur eine kleine Elite profitiert, sondern alle gewinnen“, sagt AK Präsidentin Renate Anderl. „Die wichtigste Aufgabe der Politik wird es künftig sein, Rahmenbedingungen zu schaffen, die gewährleisten, dass neue Technologien die ArbeitnehmerInnen nicht zurücklassen. Digitalisierung ist dann gelungen, wenn sie für ArbeitnehmerInnen mehr Autonomie in der Arbeit, mehr Freizeit, sichere Einkommen, Zugang zu mehr Wissen und gesündere Arbeitsbedingungen bringt.“ 

Die Best Practice Beispiele aus aller Welt – neue Modelle der Mitbestimmung für ArbeitnehmerInnen, neue Ansätze zur Qualifizierung der Beschäftigten oder neue Lösungen für die Frage, wie Arbeit organisiert werden kann –  sollen den Teilnehmern zur Inspiration dienen. Denn die Veranstaltung ist für die AK auch Startschuss für einen neuen Projektfonds und eine große Digitalisierungsoffensive.  

AK-Projektfonds: 150 Millionen Euro werden investiert

Mit dem ab Jänner 2019 tätigen AK Projektfonds Arbeit 4.0 sollen Initiativen zur Verbesserung von Arbeitsbedingungen durch den Einsatz neuer digitaler Instrumente gefördert werden. Einreichen für eine Förderung können BetriebsrätInnen, ArbeitnehmerInnen-Gruppen, Zivilgesellschaft (Vereine usw.), ForscherInnen, Gewerkschaften, Gebietskörperschaften.  

Digitalisierung ist der große Schwerpunkt im Zukunftsprogramm der AK, das im Juni vorgestellt wurde. 150 Millionen Euro werden die Arbeiterkammern in den kommenden fünf Jahren investieren. Die AK wird mit ihrem AK-Projektfonds Arbeit 4.0 ab dem Jahr 2019 Projekte fördern, die die Arbeitswelt durch digitale Innovationen verbessern können. Einen zweiten Schwerpunkt wird die AK mit der finanziellen Unterstützung von digitalen Kompetenzen der AK-Mitglieder setzen. Zudem wird die Beratung für Menschen, die mit den Schattenseiten der Digitalisierung konfrontiert sind, ausgebaut.

Das AK Zukunftsprogramm finden Sie hier. Näheres über den AK Projektfonds Arbeit 4.0 finden Sie hier: w.ak.at/digifonds.