25.7.2019

IHS-Vorschlag für Digitalisierungs-Arbeitsstiftung: AK investiert bereits 150 Millionen

IHS-Chef Martin Kocher hat vorgeschlagen, Arbeits­stiftungen und spezifische Programme einzurichten, um Menschen zu unter­stützen, deren Arbeitsplatz durch die Digitalisierung gefährdet ist.

„Die Arbeiter­kammer sieht sich in ihrer Digitalisierungsoffensive durch die jüngsten Vorschläge des Instituts für Höhere Studien bestätigt“, sagt AK Direktor Christoph Klein. „Die neun Arbeiter­kammern investieren insgesamt 150 Millionen Euro von 2019 bis 2023, um die Arbeit­nehmer­Innen bei der Digitalisierung zu unterstützen – in mehreren Bundes­ländern in Zusammen­arbeit mit den Landes­regierungen. Die künftige Bundes­regierung und die Wirtschaft sollten hier nachziehen.“ 

Das AK Zukunfts­programm 2019-2023 bringt mehr Leistung bei gleichen Beiträgen. Die Digitalisierungs­offensive im AK Zukunfts­programm: 

  • Qualifizierungs­förderung: Die Digitalisierung wird etliche Arbeitsplätze verschwinden lassen und den Großteil verändern. Ein Schlüssel, um sicherzustellen, dass die Beschäftigten vom digitalen Wandel profitieren, statt von ihm überrollt zu werden, ist ihre Bildung. Die AK unterstützt ihre Mitglieder daher im Zeitraum von 2019 bis 2023 mit großen Bildungs­programmen, wie hier am Beispiel der AK Wien dargestellt: 

  • Digi-Bonus: 240 Euro schnell und unbürokratisch für jedes AK Mitglied für Weiter­bildung. Der Digi-Bonus ist eine Verdoppelung des AK Bildungsgutscheins. Dieser wird um weitere 120 Euro aufgestockt für Kurse aus dem Bereich Digitalisierung. Eine gesammelte Übersicht über das geförderte Kursangebot finden Sie auf der AK-Website unter der Rubrik „Digitalisierung“.  

  • Digi-Winner: Teurere Ausbildungen, etwa in Software­entwicklung, Grafikdesign oder Netzwerk­technik werden gemeinsam mit dem Land Wien mit bis zu 5.000 Euro pro Mitglied mit dem Digi-Winner gefördert.  

  • Projekte Arbeit 4.0: Mit dem Digitalisierungsfonds unterstützt die AK Projekte und Initiativen zur Verbesserung der Arbeitswelt mit digitalen Instrumenten, damit techno­logische Errungen­schaften zu qualitätsvoller Arbeit beitragen. 

Im Rahmen der ersten Ein­reichungs­welle wird etwa eine App gefördert, die Jugendlichen helfen soll, den Einstieg in die Arbeitswelt zu finden. Oder das Projekt „G’scheiter Arbeiten 4.0“, in dem neue Richtlinien und Workflows zur Steigerung der Arbeits- und Lebensqualität bei gleichzeitiger Arbeits­zeit­reduktion erarbeitet werden. Das Projekt wird wissenschaftlich begleitet. Eine weitere Förderungs­runde für den AK Digifonds startet noch im August.