11.5.2017
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Der Mensch muss im Mittelpunkt der Pflege stehen

„Gute Pflege, egal ob im Spital oder in der mobilen Pflege, muss uns etwas wert sein. Dafür sind bestmögliche Ausbildung, entsprechende Entlohnung und Arbeitsbedingungen, die die Beschäftigten selbst nicht krankmachen, unbedingt notwendig. Die Beschäftigten in der Pflege verdienen sich größten Respekt“, sagt AK Präsident Rudi Kaske anlässlich des morgigen Tages der Pflege.

Die Beschäftigten im Pflegebereich arbeiten in einem schwierigen Umfeld:

  • Während die Versorgungsdichte im ärztlichen Bereich in Österreich über dem EU-Durchschnitt liegt, ist sie bei den Pflegepersonen im intramuralen Bereich - bezogen auf 1.000 EinwohnerInnen - mit 7,8 in der Krankenpflege Beschäftigen dagegen unter dem EU-15-Durchschnitt von 9,7. Trotzdem ist der Arbeitsalltag für die Pflegekräfte oft dadurch gekennzeichnet, dass ÄrztInnen zunehmend Aufgaben an Beschäftigte im Pflegebereich delegieren.

  • Derzeit gibt es keine einheitlichen Rahmenvorgaben zur Personalbedarfsplanung. Jeder Krankenhausträger, jeder Pflegeheimträger kann die Planung eigenständig und frei gestalten und bei Bedarf auch abändern. Das führt dazu, dass die Planungsinstrumentarien unterschiedlich ausgestaltet sind und in vielen Fällen notwendige Anpassungen der Personalberechnung unterbleiben. Neben den bekannten Fehlzeiten wie Urlaub, Krankenstand oder Pflegefreistellung werden erfahrungsgemäß der Zeitaufwand für die Einschulung neuer KollegInnen, Zeiten für Aus- und Weiterbildung oder für Gespräche mit PatientInnen oder KlientInnen bei der Personalberechnung kaum berücksichtigt.

  • Ebenso gibt es keine einheitlichen Vorgaben, welche Zusammensetzung das Personal haben soll und welche Berufsgruppen erforderlich sind, um die erwünschte qualitätsvolle Betreuung zu erbringen. 

Forderung
  • In einem Dienstleistungssektor wie dem Gesundheits- und Sozialbetreuungssystem sind bestmöglich ausgebildete Beschäftigte die größte Ressource. Diese Qualität muss entsprechend entlohnt werden - dafür steht die AK gemeinsam mit den Gewerkschaften.

  • Den Prognosen nach wird auch in Zukunft der Bedarf an Pflegeplätzen und damit an Betreuung steigen. Es braucht ausreichend Personal, um durch Fehlzeiten bedingte Engpässe auszugleichen und gute Arbeitsbedingungen hinsichtlich Planbarkeit und Arbeitsdauer zu gewährleisten. Basis dafür sind allgemein gültige Qualitätskriterien und Pflegestandards sowie Rahmenvorgaben für eine Pflegepersonalberechnung auf gesetzlicher Grundlage im extra- und intramuralen Bereich.


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