Coronabedingte Umsatzsteuersenkung ist effektive Unternehmensförderung 

KonsumentInnen haben kaum profitiert

Eine neue WIFO-Studie zeigt, dass die coronabedingte Senkung der Mehrwertsteuer für Gastronomie und Hotellerie kaum an die KonsumentInnen in Form niedrigerer Preise weitergegeben wurde und größtenteils in den Betrieben verblieben ist. Die Umsatzsteuersenkung ist daher als effektive Unternehmensförderung zu sehen. "Die Nicht-Überwälzung war von der Politik geplant, jetzt haben wir Gewissheit", so AK-Steuerexperte Dominik Bernhofer. Das müsse man mitdenken, wenn es an die Finanzierung der Krisenkosten gehe. Die WIFO-Studie bestätigt auch die AK-Kritik an der mangelnden Treffsicherheit der Maßnahme, weil vor allem Betriebe profitiert haben, die trotz Lockdown relativ gute Umsätze hatten.  

Eine Analyse der temporären Erhöhung der Umsatzsteuer für Nächtigungen zwischen 2016 und 2018 zeigt, dass die Erhöhung zu 2/3 in Form höherer Preise weitergegeben wurde, während die Senkung dann nicht weitergegeben wurde. "Die Änderungen haben damit zu einem unintendierten finanziellen Vorteil für die Branche geführt", so Bernhofer. Außerdem stelle sich die Frage ob das Auslaufen der coronabedingten Umsatzsteuersenkung ähnliche Effekte habe und Anfang 2022 mit einem weiteren Preisschub bei Gastronomie und Hotellerie zu rechnen sei.


  • © 2021 Bundesarbeitskammer | Prinz-Eugen-Straße 20-22 1040 Wien, +43 1 501 65

  • Impressum
  • Datenschutz