17.7.2020

AK Preismonitor: Billige Lebens- und Reinigungsmittel wieder teurer!

Ein Einkaufskorb mit günstigen Lebens- und Reinigungsmitteln kostet derzeit um rund ein Prozent mehr als noch im Juni 2019. Seit der Corona-Krise, also Anfang März, ist der Einkaufskorb um rund drei Prozent teurer.

Das zeigt ein aktueller AK Preismonitor von 40 preiswertesten Lebens- und Reinigungsmitteln bei sieben Wiener Supermärkten und Diskontern. 

Seit Corona-Krise höherer Preisanstieg

„Viele Konsumentinnen und Konsumenten haben aufgrund der Corona-Krise weniger Geld – sie sind arbeitslos oder in Kurzarbeit. Sie müssen ihr Haushaltsbudget zusammenhalten und greifen daher sehr wohl zu billigen Lebensmitteln und vergleichen die Preise. Denn auch schon geringe Preissteigerungen treffen sie da hart“, sagt AK Konsumentenschützerin Manuela Delapina. Bei den günstigsten Produkten handelt es sich vorwiegend um Eigenmarken der Handelsunternehmen.

Der Einkaufskorb mit günstigsten Lebens- und Reinigungsmitteln kostete im Juni des Vorjahres 52,39 Euro – nun 53,03 Euro. „Das ist um 1,2 Prozent mehr als noch im Vorjahr, obwohl vor der Corona-Krise der Preis des Einkaufskorbes sogar gesunken ist“, sagt Delapina. Es wurde fast jedes zweite Produkt teurer. „Im Vergleich zu Anfang März, also seit der Corona-Krise, ist der Preis für den Einkaufskorb um 3,1 Prozent gestiegen. Der Grund: Oft sind nur mehr teurere Produkte erhältlich.“

Teurer, billiger, gleich geblieben – einige Beispiele

Teurer, billiger, gleich geblieben zwischen Juni 2019 und Juni 2020 – einige Beispiele: Deutlich teurer sind etwa Äpfel (plus 53 Prozent), Salatgurken (plus 12 Prozent), WC Papier (plus 16 Prozent), Seife (plus 10 Prozent). Stark verbilligt haben sich zum Beispiel Duschgel (minus 17 Prozent), Pommes frites und Erdäpfel (minus 11 Prozent). Keine Preisänderungen gibt es beispielsweise bei frischen und passierten Tomaten, Cola, Zahnpasta und Taschentüchern.

Zum AK Preismonitor: Die AK hat im Juni 40 preiswerteste Lebens- und Reinigungsmittel in sieben Supermärkten und Diskontern in Wien erhoben. Die Geschäfte: Billa, Merkur, Spar, Interspar, Hofer, Penny und Lidl. Aktionen wurden berücksichtigt, nicht aber Kundenkarten- oder Mengen-Vorteilspreise.