10.9.2019

AK zu Bildung auf einen Blick: Berufsbildung ist unsere Stärke

Die OECD-Studie „Bildung auf einen Blick“ zeigt deutlich: Berufsbildung ist Österreichs Stärke. Der Länderreport sagt für Österreich, dass der hohe Anteil an AbsolventInnen Höherer Berufsbildender Schulen sowie der hohe Anteil an Kolleg- und FH-AbsolventInnen der Grund sind, warum es in Österreich mit 85 Prozent eine der höchsten Erwerbsquoten bei Menschen mit mindestens Oberstufen-Abschluss gibt.

AK Direktor Christoph Klein fordert daher einen Ausbau in diesem Bereich: „Damit wir zukünftig auf diesen Bonus setzen können, müssen ausreichend und den Interessen und Fähigkeiten entsprechende Plätze für die Jugendlichen in der beruflichen Bildung zur Verfügung stehen. Insbesondere in den wachsenden Städten ist die kommende Bundesregierung hier gefordert rechtzeitig Plätze zu schaffen.“ 

„Insgesamt muss sich das Schulsystem weniger auf die Schwächen und mehr auf die Stärken der SchülerInnen konzentrieren“, so Klein. „Aussortieren mit zehn Jahren ist das Konzept von vorgestern. Stattdessen sollen die Stärken und Interessen der jungen Menschen gefördert werden – verbunden mit einer passenden Berufsorientierung. Das Reinpressen und Ausspucken von Lehrstoff, wie es jetzt teilweise passiert, ist sinnloses Bulimie-Lernen, bei dem nichts hängen bleibt.“ 

Als Arbeiterkammer und Teil der Sozialpartnerschaft ist die AK stolz darauf, Schulen bei der Berufsorientierung zu unterstützen. Das Portfolio der Arbeiterkammer reicht von modernen Apps über Trainings – z.B. die Jopsy App und das Bildungsnavi der AK Wien – und Workshops bis zu Unterrichtsmaterialien. „Die zukünftigen ArbeitnehmerInnen können sich schon lange vor ihrem Berufseinstieg auf die Arbeiterkammer verlassen: Wir sind bereits in der Schulzeit ein Partner in der Berufsorientierung“, so Klein über die Leistungen der Arbeiterkammer. 

„Jeder junge Mensch in Österreich soll die Chance auf beste Bildung und Teilhabe an Gesellschaft und Arbeitsmarkt haben“, so Klein. „Wir brauchen kreative und selbstbewusste junge Menschen, die dem zukünftigen Arbeitsmarkt gewachsen sind und keine Automaten, die alle das gleiche können und wollen.“