2.5.2018
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AK Präsidentin Anderl: Aufschwung darf an Älteren, gesundheitlich Beeinträchtigten und Langzeitarbeitslosen nicht vorbeigehen

„Das Arbeitsmarktservice ist Dank der engagierten Beschäftigten eine der erfolgreichsten Arbeitsmarkteinrichtungen in der EU. Aber wenn die Regierung nach noch mehr Effizienz schreit, muss sie wissen, dass es das nicht zum Nulltarif gibt, sondern nur mit ausreichenden finanziellen und personellen Ressourcen möglich ist“, ortet auch AK Präsidentin Renate Anderl Verbesserungsmöglichkeiten im AMS.

Der Aufschwung geht viel zu oft an jenen vorbei, die es auf dem Arbeitsmarkt besonders schwer haben. Aber gerade die brauchen eine stärkere und tatkräftigere Unterstützung. „Für Ältere, Arbeitssuchende mit gesundheitlichen Problemen oder mit langer Arbeitslosigkeit darf das Arbeitsmarktservice nicht zum Abstellgleis werden“, fordert Anderl mehr Vermittlungsunterstützung. Daneben, so die AK Präsidentin, braucht es für die vielen Arbeitssuchenden mit fehlenden oder veralteten beruflichen Kenntnissen ausreichende und auf die Situation der einzelnen Betroffenen abgestimmte Qualifizierungsmaßnahmen.

Änderungen kann sich Anderl im Bereich der Lohnsubventionen und Eingliederungsbeihilfen vorstellen. Da fließen Förderungen auch an Arbeitgeber für die Aufnahme neuer Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, die sie sowieso einstellen würden. Das führt zu hohen Mitnahmeeffekten. Die AK Präsidentin will das Geld lieber in geordnete Bahnen gelenkt sehen, hin zu jenen, die es wirklich brauchen: Ältere ab 55, WiedereinsteigerInnen und Arbeitslose mit gesundheitlichen Problemen.

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