AK verlangt Komplett-Reparatur des Papamonats

„Niemand darf um den Papamonat umfallen, nur weil Mutter und Kind nach der Geburt noch im Spital sind“, sagt AK Präsidentin Renate Anderl. Sie findet es gut, dass die Familienministerin, wie heute kolportiert, die Geldleistung für den Papamonat bei Spitalsaufenthalt von Mutter und Kind in „medizinisch bedingten Fällen“ ab der Geburt gewähren will.

Wo bleibt rückwirkende Entschädigung?

„Aber das ist nicht gut genug.“ Die kolportierte Gesetzesänderung dürfe nicht erst, wie angekündigt, mit 1. Jänner 2019 gelten: „Alle, denen der Papamonat seit dem ersten Geltungstag des Gesetzes im Jahr 2017 nicht gewährt wurde, müssen rückwirkend entschädigt werden.“

Keine Einschränkungen!

Für die Entschädigung, so Anderl, dürfe es auch keine Einschränkung geben, etwa den Papamonat bei Spitalsaufenthalten nur in „medizinisch bedingten Fällen“: „Wir wissen alle, dass Mutter und Kind nach der Entbindung meistens noch drei, vier Tage im Spital sind. Spitalsaufenthalte sind logischerweise immer medizinisch bedingt und dürfen kein Hindernis für den Papamonat sein.“

Keine unnötige Bürokratie!

Unverständlich und bürokratisch ist für Anderl überdies, dass für die Reparatur des Gesetzes der Hauptwohnsitz der Familie ins Spital verlegt werden soll und der Vater vier Stunden täglichen Aufenthalt nachweisen muss. „Hauptwohnsitz des Kindes ist von Geburt an der gemeinsame Wohnsitz der Eltern. Das ist ja der gewollte Mittelpunkt des gemeinsamen Lebens.“