3.12.2018

ArbeitnehmerInnen müssen bei einer Steuerreform am meisten profitieren

„Der wirtschaftliche Erfolg Österreichs ist der Erfolg seiner Arbeitnehmer­Innen. Wenn es also zu einer Steuerreform kommt, müssen auch sie die Hauptprofiteure der steuerlichen Entlastung sein“, forderte AK Präsidentin Renate Anderl bei einer AK-Veranstaltung zum Thema Steuern in Wien. Dies betreffe besonders auch den Ausgleich der kalten Progression.

Rund 80 Prozent der Steuerleistung in Österreich tragen die Arbeitnehmer­Innen und KonsumentInnen. Daher ist für die AK klar: 80 Prozent der Entlastung muss auch bei dieser Gruppe ankommen. Eine Steuerreform, bei der zum Beispiel die Kapitalgesellschaften 33 Prozent der Entlastung bekommen, obwohl sie weniger als zehn Prozent des Steueraufkommens produzieren, lehnt die AK ab. „Das wäre ungerecht und keine Reform in unserem Sinn“, sagt AK Präsidentin Renate Anderl. 

Wichtig sei zudem, dass die Gegenfinanzierung stimmt. „Ob eine Reform gerecht und vernünftig ist, zeigt sich nicht nur daran, wer sie bekommt, sondern auch daran, wer sie bezahlt. Die Arbeiterkammer wird daher besonders auf die Gegenfinanzierung achten“, so Anderl. „Eine Steuerreform, die sich die ArbeitnehmerInnen am Schluss durch Sozial- und Leistungs­kürzungen selber bezahlen, lehnen wir ab. Steuerpolitik ist immer auch eine Frage der Gerechtigkeit.“