12.3.2018
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AK Konsumentenbilanz: Top Aufreger 2017 Wohnen

Rund 334.000 KonsumentInnen suchten im Vorjahr österreichweit Rat und Hilfe bei den Arbeiterkammern „Die Beratung rund ums Wohnrecht ist nach wie vor ein Dauerbrenner“, sagt Gabriele Zgubic, Leiterin der AK Konsumentenpolitik in Wien.

Die fünf Top-Ärgernisse in der Konsumentenberatung 2017:

  • Miethöhe, Kaution, Reparaturen: Fast jede vierte österreichweite Anfrage betraf Wohnfragen – in Wien machten Wohnberatungen sogar mehr als ein Drittel aus. Oft ging es um die Miethöhe, Streit um die Kaution und die Frage, wer für Reparaturen aufkommen muss. Auch Beschwerden über MaklerInnen gab es. 
     
  • Ärger mit Geld & Co: Im Fokus standen Banken und Versicherungen (rund 19 Prozent), wobei die Beschwerden rund um Bankdienstleistungen deutlich überwogen. Am häufigsten suchten KonsumentInnen Rat und Hilfe rund um das Thema Kredite und Zahlungsverkehr. Bei den Kreditanfragen ging es oft um die Berücksichtigung von Negativzinsen bei der Zinssatzfestlegung. Die Hauptprobleme in Zusammenhang mit Versicherungen waren Deckungsablehnungen im Schadensfall sowie Fragen zur Kündigung der Lebensversicherung und Prämienerhöhungen. 
     
  • Fallen beim Shoppen: 16 Prozent hatten beim Einkaufen Probleme. Beanstandet haben KonsumentInnen vor allem Lieferverzögerungen, nicht akzeptierte Rücktrittsrechte beim Einkauf im Internet oder außerhalb von Geschäftsräumen sowie mangelhafte Waren. KonsumentInnen mussten sich etwa den Verfall von Gutscheinen oder mehrmalige Reparaturen im Rahmen der Gewährleistung gefallen lassen. Außerdem verweisen HändlerInnen bei Geltendmachung der Gewährleistung gerne an den Hersteller, anstatt selbst die ihnen obliegenden gesetzlichen Pflichten zu erfüllen.   
     
  • Vom Dienstleister „gelegt“: Für viele KonsumentInnen (zwölf Prozent) waren Dienstleistungen ein Knackpunkt. So gab es Probleme mit HandwerkerInnen, Partnervermittlungen, Kfz-Reparaturen und beim Bauen. Die KonsumentInnen regten sich etwa über überschrittene Kostenvoranschläge, vermeintlich automatische Vertragsverlängerungen und mangelhafte Leistungen auf. Abzocke war auch ein Thema, etwa bei Schlüssel- und Installationsnotdiensten.  
     
  • Handy und Internet mit Tücken: TelekomanbieterInnen brachten mehr als neun Prozent der Ratsuchenden in Aufruhr. KonsumentInnen mussten sich zum Beispiel mit Kündigungsfristen von einem Vierteljahr herumschlagen, obwohl sie nach einer oberstgerichtlichen Entscheidung bloß eine Kündigungsfrist von einem Monat einhalten müssen.  

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