30.11.2017

20 Jahre Insolvenzschutzverband für ArbeitnehmerInnen

Der ISA trägt dazu bei, dass Insolvenzen für die Gesamtwirtschaft und damit auch für die ArbeitnehmerInnen möglichst wenig schädliche Auswirkungen haben und Arbeitsplatz- und Vermögensvernichtung durch Insolvenzen entschärft werden. Wie wird geholfen?

Der ISA berät

  • ArbeitnehmerInnen über die Auswirkungen der Arbeitgeberinsolvenz auf das Arbeitsverhältnis und
  • über die rechtliche Situation bei Weiterbeschäftigung im insolventen Unternehmen bzw über Möglichkeiten der Auflösung von Arbeitsverhältnissen.

Der ISA übernimmt die Vertretung von ArbeitnehmerInnen,

  • ermittelt die ArbeitnehmerInnenforderungen
  • macht diese Forderungen im gerichtlichen Insolvenzverfahren geltend
  • interveniert im Zusammenhang mit diesen Forderungen bei Insolvenzverwaltern, Arbeitgebern und Behörden.

Der ISA unterstützt das gerichtliche Insolvenzverfahren durch

  • Information und Koordination der Arbeitnehmergläubiger
  • Beratung der Lohnverrechnung des Insolvenzverwalters
  • einheitliche und standardisierte Forderungsanmeldung
  • das Bemühen um außergerichtliche Einigungen
  • Mitarbeit in Gläubigeraussschüssen.

Pleiten

Die größten Pleiten der letzten Jahre:

  • Alpine Bau GmbH (2013): 4.939 ArbeitnehmerInnen, ausbezahlt mehr als 80,7 Mio Euro
  • TAP dayli Vertriebs GmbH (2013): 3.647 ArbeitnehmerInnen, ausbezahlt rund 33,3 Mio Euro
  • Zielpunkt GmbH (2015): 2.749 ArbeitnehmerInnen, ausbezahlt fast 32,3 Mio Euro
  • Quelle Aktiengesellschaft (2009): 1.452 ArbeitnehmerInnen, ausbezahlt knapp 24 Mio Euro
  • COSMOS Elektrohandels GmbH & Co KG (2010): 1.056 ArbeitnehmerInnen, ausbezahlt über 11 Mio Euro
  • MPS Personal Service GmbH (2013): 1.020 ArbeitnehmerInnen, ausbezahlt knapp 4 Mio Euro