30.11.2017
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20 Jahre Insolvenzschutzverband für Arbeitnehmer: Rund 500.000 Vertretungen, über 2,2 Milliarden Euro gesichert

„Es ist Aufgabe von Gewerkschaften und Arbeiterkammer, die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in existenzbedrohenden Situationen zu unterstützen“, betonen AK Präsident Rudi Kaske und ÖGB Präsident Erich Foglar anlässlich des 20-jährigen Bestehens des ISA. Die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer sind meistens die größte Gläubigergruppe, wenn Unternehmen in die Insolvenz schlittern. Daher war es auch das gemeinsame Bemühen von AK und ÖGB, die Arbeitnehmerinteressen in ganz besonderem Maße zu schützen. Mit der Gründung des Insolvenzschutzverbandes für ArbeitnehmerInnen (ISA) wurde ein geeignetes Instrument geschaffen, um unmittelbare materielle Not von den Betroffenen abzuwenden. Dass der ISA ein erfolgreiches Instrument ist, belegen die Zahlen: Im Zeitraum von 1999 bis heute wurden österreichweit knapp eine halbe Million ArbeitnehmerInnen, die von der Insolvenz des Arbeitgebers betroffen waren, vertreten. Der Vertretungserfolg in diesem Zeitraum betrug über 2,2 Milliarden Euro.  

Insolvenzen gehören leider auch zum Wirtschaftsleben. Hauptleidtragende sind vor allem die betroffenen ArbeitnehmerInnen, die zumeist nicht nur ihren Arbeitsplatz verlieren, sondern oft auch in eine finanzielle Krise schlittern. Damit wenigstens die finanziellen Ansprüche abgesichert und unmittelbare materielle Not vermieden wird, wurde das Insolvenz-Entgelt geschaffen. Der ISA hilft, dass die Betroffenen kostenlos rasch zu ihrem Geld kommen. Wichtig für eine rasche und strukturierte Abwicklung ist auch die gute und enge Zusammenarbeit mit den anderen Institutionen, insbesondere dem Insolvenz-Entgeltfonds und den vielen Insolvenzverwaltern in ganz Österreich. Dadurch und verbunden mit der Nutzung technischer Möglichkeiten ist es gelungen, die Erledigungsfristen von mehr als einem halben Jahr auf durchschnittlich zwei Monate zu reduzieren. 

Der Insolvenzschutzverband für ArbeitnehmerInnen wurde 1997 als gemeinsamer Verein von Arbeiterkammern und ÖGB gegründet und ist seit 1999 als bevorrechteter Gläubigerschutzverband tätig. Das bedeutet, dass der ISA besondere Informations-, Anhörungs- und Mitwirkungsrechte im Insolvenzverfahren hat.  

Mitglieder des ISA sind der ÖGB und die Kammern für Arbeiter und Angestellte in jedem Bundesland. Für die beiden Präsidenten „ist der ISA ein Paradebeispiel, wie konstruktive Lösungen ausschauen, damit den arbeitenden Menschen in Notlagen tatsächlich weitergeholfen wird.“ Ein Ende der gesetzlichen Mitgliedschaft oder die Kürzung der finanziellen Möglichkeiten der AK setzen derartige Leistungen aufs Spiel - zum Schaden für die ArbeitnehmerInnen, aber auch zum Schaden der Gesamtwirtschaft. 

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